Archiv für Mai 2006

Sojaschrot + 0,5/Sojaöl -24/Sojabohnen-4

Ebenfalls im Minus waren Corn -3,2 und vorallem Weizen -18,4 an der CboT. Die Matif in Paris schloss -1,5 Euro per to bei Rapssaat.

 So könnte es weitergehen, die Schlusskurse passen sehr gut zu unseren Signalen.

Die Computerbörse beginnt und endet mit kleineren Abschlägen im gesamten Sojakomplex. Ein ruhiger Sojahandelstag in Europa – guter Saatenstandsbericht reduziert die Kauflaune. Deshalb erwartet man auch in der bevorstehenden CboT-Sitzung keine grossartigen Umsatz- und Kursentwicklungen.

Kaufsignal für Sojaschrot

Seit knapp zwei Wochen deutete es sich an und seit heute wurde es Realität: Der Sojaschrot-Indikator lieferte ein Kaufsignal. Er überwand die Trend Schwelle und liegt nun in der “Buy Zone”, um dadurch einen neuen Aufwärtstrend anzuzeigen.

Wichtig dabei: Seit März zeigte der Sojaschrot Indikator bei jedem Kaufsignal nur ein vorübergehendes Strohfeuer an. Rückschläge sorgten dann jedes Mal für ein Fehlsignal.

Die aktuell gehaltene LONG Position blieb im Depot, weil

1. das Fingerspitzengefühl von Markus Gruber auf bevorstehend steigende Notierungen hinwies,

und

2. das Zusammenspiel zwischen Kurs- und Umsatzentwicklung aufwärts zeigte,

und

3. weitere unveröffentliche Indikatoren eine Aufwärtsbewegung erlauben würden.

Wenn jetzt auch der Soybean Forecast einen Turnaround signalisiert, bietet sich auf ermäßigtem Niveau die Gelegenheit, einzusammeln.

So soll das Indikatorsystem idealerweise funktionieren: Kaufsignale bei fallenden Notierungen!

Wenn wir die Long Position nicht schon eröffnet hätten, würden wir jetzt auf steigende Kurse beim Sojaschrot setzen.

Kommentar von Herrn Oliver Eberle : lesenswert !

Oliver Eberle Says:

Starke Schwankungen in der Electronic-Börse am Dienstagvormittag. Nach einem anfänglich dicken Minuszeichen, drehen die Kurse deutlich auf die Plusseite (aktuell + 4 1/4 Cents). Wahrscheinlich gibt es unvorteilhafte Wetterprognosen.

INFORMA veröffentlichte letzte Woche eine Anbau- und Produktionsschätzung.
INFORMA schätzte mit 75,3 Mio.acre zwar eine deutlich geringere Anbaufläche als das USDA, blieb jedoch durch höhere durchschnittliche Erträge bei der Gesamtproduktion mit 3.078 Mio.bushel auf Augenhöhe mit dem US-Landwirtschaftsministerium. Enttäuschung kam von den Zahlen zur Sojabohnenverarbeitung im April.

Das Census Bureau lag mit 135.3 Mio.bushel deutlich unter den Erwartungen.

Erschrocken zeigte man sich über die hohen Schrot und Ölbestände. Die Nachfrage nach Sojaschrot in den USA hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich eingetrübt. Die massiven Ölbestände sind einmal mehr ein Indiz, dass die Euphorie um die Biodieselnachfrage deutlich verfrüht ist.

Die Exportzahlen waren im Rahmen der Erwartungen. Insgesamt liegen die Buchungen um 21,5% hinter dem Vorjahr zurück. China hat gegenüber dem Vorjahr bisher 22% weniger US-Sojabohnen geordert. Die Staaten der EU sogar 42% weniger, Mexiko + 9%. Das brasilianische Agrarministerium stellte am 25. Mai sein Hilfsprogramm für die finanziell angeschlagenen Farmer vor. Für die kommende Saison stellt die Regierung 50 Mrd. Real an zinsgünstigen Krediten, Subventionen ect. zur Verfügung. Das sind 13% mehr als im Vorjahr.

Der Sojakomplex steht kurz vor einem Wettermarkt. Aus der Erfahrung dürfte dann wieder jede Wolke für Diskussionsstoff sorgen. Wetterprämien werden bei schlechten Vorhersagen die Kurse in den nächsten Wochen bestimmen. Die Frage bleibt, wie konkurrenzfähig eine sogenannte “crop scare ralley” gegen die bearishen Fundamentaldaten ist. Bei optimalen Verhältnissen rücken einige Experten sogar wieder neue zyklische Tiefstpunkte ins Licht. Allerdings kann ich mich an keine optimale Saison, die ohne Wetterralley vonstatten ging, in den letzten Jahren erinnern.

Memorial Day Feiertag in USA – keine Börse

Die CBoT bleibt heute geschlossen. Möglicherweise ein weiterer Grund für die ruhige Freitagsbörse. Es gibt keine neuen Nachrichten.

Nach einem müden Computerhandel ein noch

müderer Parketthandel. Das alles bringt uns nicht weiter. Veränderungen waren kaum messbar – die Umsätze lediglich zur Eröffnung an der CBoT halbwegs normal. Im Laufe der Börsensitzung hat man sich lieber zum Nichts tun entschieden. Ich bin gespannt, was die findigen Kommentatoren aus Chicago uns am Montag präsentieren, wenn sie die Freitagsbörse erklären müssen.

 

Sojaschrot auf dem Weg zu einem Kaufsignal

Während die Prognoseindikatoren für Öl und Bohnen von einem Turnaround ein gutes Stück entfernt liegen, wendete sich das Blatt für unsere Long Position:

Der Soybean Meal Forecast Indikator kletterte von 98,12 auf 99,94 Punkte, so dass sich das Marktsegment nach oben abkoppelte.

Unsere Strategie, bei Schrot auf steigende Notierungen zu setzen, wird dadurch gestützt.

Die aktuellen Positionen:

Sojabohnen
SHORT seit 15.05.2006 bei 622,00 $-Cents. November, aktuell 608,60 $-Cents. = 13,4 $-Cents Gewinn (+ 2,2 Prozent)

Sojaöl
SHORT seit 15.05.2006 bei 26,75 $-Cents Dezember, aktuell 26,16 $ = 0,59 $-Cents Gewinn (+ 2,2 Prozent)

Sojaschrot
LONG seit 10.05.2006 bei 186,80 $ Dezember, aktuell 178,40 $ = 8,40 $ Verlust (- 4,5 Prozent)

Sojakomplex gesamt
0,1 Prozent Verlust

Mit dem dynamischen Anstieg des Prognose Indikators könnte der Markt für Sojaschrot in Schwung kommen und die Bodenbildung abschließen – aussichtsreich!

Für das Sojakomplex Depot besteht kein Handlungsbedarf.

Die Eröffnungskurse waren auch die Schlußkurse

Praktisch keine Veränderung vom Eröffnungsniveau zum Schlußstand. Die CboT hat heute morgen im Computerhandel ebenfalls kaum verändert zum Vortag eröffnet. Dabei sind Bohnen und Öl im Minus und Schrot im Plus.

Die Auswirkungen der Unwetter-Meldungen waren bisher nicht zu spüren – die eigentlichen Wettermärkte holen uns erst in einigen Wochen ein. In Brasilien entspannt sich die Situation, Staatshilfen und Kreditverlängerungen für die betroffenen Farmer sollen helfen die Lage zu stabilisieren. Sonst gibt es keine wirklichen Neuigkeiten.

Das Indikator-Bild zeigt keinen Handlungsbedarf an.

Die Eröffnungskurse haben Rote Vorzeichen

Der Sojakomplex startet schwächer – nachdem gestern Öl am stärksten zulegen konnte, ist es heute wieder das schwächste Glied im Komplex.

Nach einer halben Stunde ist unser Depot wieder auf Kurs: Sojaschrot *long* im Plus (+0,5 $) Sojabohnen *short * (-3 c/bu) und Sojaöl *short* (-44 c/pound) – der Handelsschluß ist aber noch weit und bis dahin kann noch einiges passieren.

Zwischenstand der aktuellen Positionen – Strategie im Sojakomplex

Sojabohnen
SHORT seit 15.05.2006 bei 622,00 $-Cents. November, aktuell 606 $-Cents. = 16 $-Cents. Gewinn (+ 2,6 Prozent)

Sojaöl
SHORT seit 15.05.2006 bei 26,75 $-Cents Dezember, aktuell 25,94 $ = 0,81 $-Cents Gewinn (+ 3,1 Prozent)

Sojaschrot
LONG seit 10.05.2006 bei 186,80 $ Dezember, aktuell 178,60 $. = 8,20 $ Verlust (- 4,4 Prozent)

Sojakomplex gesamt
1,3 Prozent Gewinn

Für das Sojakomplex Depot besteht kein Handlungsbedarf.

An der CBOT finden seit dem 10./11. Mai Umschichtungen in Richtung des Sojakomplexes statt. Das lief allerdings nur zögernd ab, weil die Käufer nur fallende Notierungen zum Einsammeln nutzen. Sie liefen den steigenden Kursen nicht hinterher, weil die Nachrichtenlage auf den Markt drückte.

Sie sehen den Stimmungswandel anhand der Sjoakomplex Indikatoren: Sie zeigen seit Mitte Mai abwärts, weil sich die Marktteilnehmer von den Nachrichten beeinflussen liessen.

Wichtig dabei: Wenn Nachrichten die Kurse bewegen, hält der Trend regelmäßig nur kurz.

In den Medien veröffentlichte Informationen, die der Mehrheit der Investoren bekannt sind, sorgen zwar für heftige Ausschläge mit hohen Umsätzen. Aber das beendet regelmäßig den Trend, weil es in den Kursen bereits verarbeitet ist.

Deshalb erscheint es gut möglich, dass der Sojakomplex in den nächsten Tagen weiter von Mittelzuflüssen profitiert und die Indikatoren nach oben drehen. Deshalb fahren wir im Sojakomplex Depot mehrgleisig:

Am ehesten trauen wir dem Sojaschrot eine stabilere Verfassung und höhere Nachfrage zu. Deshalb setzen wir gegen das Handelssignal auf steigende Notierungen. Die Indikatorkurve koppelte sich bereits vom Gesamtmarkt nach oben ab.

Aufgrund der Risiken muss die Position abgesichert werden. Deshalb setzen wir die Handelssignale von Sojaöl und Sojabohnen um und gehen in dem Bereich SHORT – die Hedge Strategie im Vorfeld einer Bodenbildung.

Wiederholte Minuszeichen im Sojakomplex

Es passiert nicht viel an einem Tag, aber die Verluste summieren sich. Alle drei Bereiche im Sojakomplex bewegen sich aus verschiedenen Richtungen abwärts, d.h. Sojaschrot (heute – 1,2 $) bewegt sich seit einigen Wochen in einer überschaubaren Range und notiert aktuell wieder auf der 172er Linie. Von da aus ging es anschliessend immer rauf – aber sich auch dieses Mal darauf zu verlassen scheint gefährlich. Der Sojaindikator hat sich relativ weit von seiner Trendschwelle entfernt und zeigt damit noch keine Trendwechselchancen an. Sojaschrot kann weiter an Preis verlieren. Trotzdem ist Schrot nach meiner Einschätzung auch für die kommenden Tage/Wochen der stabilere Komplex-Bereich und wird bei der anschliessenden Aufwärtsbewegung am stärksten profitieren.

Sojabohnen (heute – 4,4 c/bu) und Sojaöl (heute – 11) sind doch die Lieblinge der Funds, wegen der Biosprit-Euphorie und deswegen haben alle Händler die Goldgräber-Stimmung.  In den CBoT Kommentaren wird fast täglich die Goldpreis-Entwicklung neben die Sojabewegung gelegt und daraus Vergleiche gezogen. Sojaöl ist scheinbar begehrt wie Edelmetall. Die letzten Handelstage zeigen aber, dass der Lack einige Kratzer bekommen hat. Die Forecast-Indikatoren bleiben bei diesen beiden Commodity näher an der Trendschwelle als beim Schrot und könnten sehr schnell ein Kaufsignal generieren, aber es ist noch nicht entschieden, ob die vergangenen Verluste nicht erst der Auftakt von Gewinnmitnahmen waren. Denn dann würden noch erhebliche weitere Abschläge folgen. Dann würde das langsame Entfernen der Indikatoren die zögerliche Glattstellung anzeigen, und im Sinne der bekannten Marktmechanik: solange nicht alle verkauft haben fällt der Markt oder dünne Umsätze erhalten den Trend. Das Ende wäre erst mit Panikverkäufen und riesigen Umsätzen erreicht.

Die Macht des grossen Geldes ? Dax und Dow sind seit einigen Tagen deutlich unter die Räder gekommen, und in der Vergangenheit hatte man beobachten können, dass freies Kapital einen “Parkplatz” in Rohstoffen sucht.

Fazit: Keine Kaufsignale = weitere Abschläge im gesamten Sojakomplex. Wachsames beobachten um die Trendwechselphase frühgenug zu erkennen, vorallem wenn kapitalkräftige Marktteilnehmer in das Geschehen eingreifen.