Archiv für August 2006

Achterbahnfahrt beim Sojaöl

Nachdem Sojaöl zu Anfang und über weite Strecken der Börsensitzung im Minus notierte, drehte der Markt und schaffte beinah 1% mehr als am Vortag. Das Bohnen:Öl-Verhältnis hat sich auch wieder eingestellt, und so holten die Sojabohnen ebenfalls bis Handelsschluß kräftig auf. Ein kleines Plus nur, aber die 1%igen Verluste konnten weggehandelt werden. Bleibt noch Sojaschrot, und der hat seinen gestrigen Verlauf kopiert – schloss wieder kaum verändert und war auch während der Handelszeit völlig emotionslos. Jetzt wiederhole ich mich, aber das wird sich bald ändern.

Am 12.09. veröffentlich die USDA neue Zahlen neue Daten neue Impulse – oder einfach nur Zahlen – wir werden sehen. Allerdings ist die Chance noch nicht vertan, dass der Sojamarkt bereits vorher seine Trends verstärkt. Die Seitwärts-Bewegung beim Schrot sieht langweilig aus, könnte aber bald auf tragfähigem Boden eine Aufwärtsbewegung starten.

Der Markt lässt verstärkt mittelfristige Signale entstehen, also das Indikatoren-Bild sagt längeranhaltende Trends voraus – weniger das schnelle Geld lässt sich jetzt verdienen, sondern Erfolg winkt dem strategischen Trader mit langem Atem und vorausschauender Positionierung.  

Sojaöl erzielte die …

stärksten Aufschläge, mit ca. 0,45 c/p oder ca. 1,7%. Gefolgt von den Sojabohnen, die es allerdings gerade mal auf 5-6 c/bu gebracht haben und das sind gerade noch 1% mehr als am Vortag. Sojaschrot hat in der Summe der gehandelten Termine keine nennenswerten Veränderungen verbuchen können.

Wahrscheinlich hat sich Sojaöl mit dem heutigen Schlusständen wieder ein Stück mehr von einem Kaufsignal entfernt. In der Entwicklung der letzten Wochen und gerade mit dem heutigen Börsenverlauf, erweckt Sojaöl vielmehr den Wunsch nach “verkaufen”. Nachdem wir allerdings mit einer Short-Position bereits zum Monatsanfang gute Gewinne realisieren konnten, und weil die Hurrikan-Saison viele medienmotivierte “Energie-Spekulanten” tageweise zu eigenartigem Verhalten nötigen wird, lassen wir das Sojaöl im Moment besser in Ruhe. Es wird einen besseren Zeitpunkt für ein Engagement geben.

Die Sojabohnen folgen seit langer Zeit in abgeschwächter Form der Sojaöl-Notierung – so auch heute. Ich denke, der unverändert hohe Angebots-Pegel lässt der Bohne kein Eigenleben entwickeln. Das Wetter ist gut – die Jungpflanzenentwicklung war ungestört – die Farmervereinigungen melden sogar weitere Ertragsanhebungen – das Zeug scheint uns von den Ohren rauszulaufen. Dabei interessiert sich keiner für die guten Exportzahen und das die hohe Ertragserwartungen bereits eskomptiert sind. Jetzt wäre der Markt sehr anfällig für die unerwartete schlechte Nachricht – also abwarten was man aus dieser Situation an der CboT alles machen kann. Noch bleiben unsere Indikatoren auf Sell für die Sojabohne – kein Handlungsbedarf (noch nicht).

Sojaschrot – unser Liebling. Weil wir mit der Long-Position auf zweierlei spekulieren.

1. Sojaöl bleibt tendenziell auf der Abwärtsbewegung und kann sich nicht nachhaltig erholen, sondern muss aus verschiedenen Gründen die kommenden Monate immer wieder Federn lassen.Das hilft dem Soybean Meal sich im Preis zu steigern, weil damit Schrot verstärkt die Crush-Kosten übernehmen muss und nicht wie zeitweise in diesem Jahr als Abfallprodukt bei der Sojaöl-Gewinnung anfällt. 

2. Sojaschrot ist sehr sehr stark überverkauft und dieses Verhältnis hat sich die letzten Tage sogar noch verschärft. Der physische Markt ist nicht besonders gut versorgt und die grossen internationalen Verbraucher müssen immer noch jede Menge für die Wintermonate kaufen.

Es besteht also die realistische Hoffnung steigende Schrot-Preise für diese Jahr zu erwarten. Trotzdem befindet sich der Gesamtmarkt weiterhin auf der Suche nach dem Boden – für jeden einzelnen Sojakomplex-Bereich wird es schwierig zu steigen, wenn der Gesamtkomplex keine Stabilisierung generieren kann, und der Sojakomplex-Gesamtindikator ist dafür im Moment zu wenig stabil.

Kaum veränderte Schlusskurse an der CboT

Es waren Bohnen und Öl etwas leichter und Schrot lag vorne etwas im Minus und konnte auf spätere Termine etwas zulegen. Aber während des Börsenverlaufes und sichtbarerweise auch die Endstände hielten sich die Veränderung in sehr engen Grenzen.

Der Markt kann sich aus der immer noch stark überverkauften Situation nicht befreien. Die kapitalkräftigen Marktteilnehmer lösen ihre grossen bestehenden short-Positionen noch immer nicht auf. Im Gegenteil, einige Funds erhöhten in den letzten Handelstagen sogar Ihre short-Position. Das gute Wetter und die damit verbundene grosse Ernte lässt die Händler weiterhin vorsichtig agieren. Unsere Forecast-Indikatoren bleiben lediglich bei Sojaschrot zuversichtlich und lassen bei Sojabohnen und Sojaöl weitere Abschläge erwarten.

 

Sojaschrot Trend zeigt aufwärts

Der Pfeil des Soybean Meal Forecasts zeigt zwar abwärts. Aber der Indikator kletterte in den vergangenen Wochen gegen den Trend des Rohstoffs, was die Aussichten für eine Stabilisierung verbesserte.

Es erscheint gut möglich, dass das Schrot im Bereich 158/162 seinen Boden findet, um dann zu einer längeren Aufwärtsbewegung zu starten.

Beachten Sie, dass sich die Indikatoren für Sojabohnen und Sojaöl anders verhalten: Hier herrscht ein Abwärtstrend vor. Chancen für eine Gegenbewegung als technische Reaktionen bestehen zwar. Aber im Gegensatz zum Sojaschrot gibt es hier noch keine Hinweise für eine Aufwärtsbewegung.

Sojaschrot dient damit auch als Fluchthafen für Gelder, die im Sojakomplex investiert sind.

Die aktuelle Markteinschätzung lautet deshalb:

Sojabohnen und Sojaöl: Abwärts!

Sojaschrot: Aufwärts!

CboT Schlusskurse gemischt

Scheint als hätte der erste Anlauf nicht sollen sein. Sojaschrot lag die letzten Handelstage tendenziell immer vorne und konnte einige Dollar zulegen, am Freitag musste Sojaschrot davon wieder einen Grossteil abgeben und schloss -2,7 $/sto im Jan.-Termin oder etwa 1,65% leichter.

Sojaöl war in der vergangene Handelswoche starken Schwankungen ausgesetzt und einen Trend konnte man nicht ausmachen, nach nennenswerten Aufschlägen folgten doppelt so starke Abschläge. Zum Wochenende war dann wohl das Pulver verschossen und dieser Sojakomplex-Bereich kam praktisch nicht vom Fleck. Der Schlusstand lag im Jan.-Termin bei +0.03 c/pound(Dez.-Termin -0,04) und damit praktisch auf Vortagsniveau. Möglicherweise haben die kommenden politsichen Entscheidungen zur Pflanzenöl-Besteuerung, Einfluss auf die Notierungen an der CboT. Allerdings ist Amerika weit und die deutschen Besteuerungs-Gesetze könnten die Marktteilnehmer dort nicht wirklich beeindrucken. Oder eben doch – mal schaun. 

Die Sojabohne – verliert 8,2 c/bu oder 1,4%. Wieder ein Woche ohne Zugewinne – die Bohne tümpelt ohne grosses Aufsehen abwärts. Es bleiben die Verluste auf Wochenbasis betrachtet sehr gering, aber es wiederholt sich Woche für Woche. Das grosse Angebot macht wenig Käufern Mut zuzulangen.

Am Rande bemerkt stiegen die Mais-Preise an der Cbot um 0,6% und dagegen verlor der Weizen 2,4 c oder ziemlich glatt 1%.

Eine gemischte Bilanz und weiterhin schwache Indikatoren. Wir halten weiterhin unser Long-Position Schrot und hoffen auf baldige handelbare Signale. Wir erwarten uns für die kommende Woche neue Einflussfaktoren auf den Sojakomplex. Es bleibt spannend, ob unsere Indikatoren wiederholt den passenden Neueinstieg vorhersehen. 

Sojaschrot kommt in Gang

Gestern erhielt Sojaschrot die erwartete Aufwärtsdynamik. Während Sojabohnen und -öl im Minus schlossen, legte das Schrot zu.

Ergebnis der aktuellen Positionen:

Sojaschrot LONG
1. Position, seit 08.08.2006, 1,3 Prozent Gewinn
2. Position, seit 31.07.2006, 3,9 Prozent Verlust

>> Zu den bisherigen Handelssignalen von Sojaöl und Sojabohnen.

Ausblick:

Die Bodenbildung bei Schrot setzt sich fort. Wir setzen weiter auf steigende Notierungen und halten die Positionen.

Kaufsignale der anderen beiden Rohstoffe sind zurzeit nicht erkennbar. Zwar zeichnet sich bei Soybean Forecast eine Stabilisierung ab. Aber sie reicht noch nicht aus, um danach handeln zu können.

Den Anstieg des Indikators bewerten wir allenfalls als Auftakt. Es fehlt weiterhin der Ausverkauf mit hohen Umsätzen, um auf niedrigem Niveau einsteigen zu können.

Ganz nach unserem Geschmack

Bei den Sojabohnen ging es minmal runter, beim Sojaöl dagegen mit viel Schwung auf beinah 2% in die Verlustzone, und wie wunderbar der Sojaschrot schloss mit 2,2 $ im Plus (+1,3%).

Short-covering beim Schrot und long-covering beim Öl. Die Marktteilnehmer werden noch eine grosse Portion ihrer Verkaufspositionen im Soybean Meal auflösen müssen und umgekehrt gilt das auch für Sojaöl. Heute hat ein CboT-Broker erklärt, dass die Tiefs im Schrot im Markt drin sind und somit einige Tage/Wochen festere Kurse wahrscheinlicher geworden sind. Unsere Indikatoren sehen, wie bereits mehrfach berichtet, Sojaschrot seit langem als den Marktbereich mit dem grössten Aufwärtspotenzial.

Wie wir mit den Bohnen und dem Sojöl umgehen ist noch nicht klar genug. Es erscheint ratsam diese Sojakomplex-Komponenten weiter zu beobachten um handelbare Signale nicht zu übersehen, aber vorerst lieber an der Seitenlinie abwarten.

 

verbesserter Saatenstandsbericht

Trotzdem ergeben sich daraus kaum Veränderungen. Sojaöl bewegte sich nochmal 1% aufwärts und folgt damit dem Energie-Sektor. Bohnen und Schrot wiederholten die Vortagsbewegung.

In einer Stunde gehen wir in eine neue Börsensitzung – mal schaun was sich entwickelt. Die unverändert grossen Short-Positionen der Spekulanten und Fonds halten den Markt fest.

CboT – Eröffnungskurse: Sojabohnen +/- 0 # Sojaöl -0,11 # Sojaschrot +0,7 # keine grossen Schwankungen – ruhiger Handel.

Um 20.15 Uhr wurden die Bücher geschlossen und seit einigen Handelstagen reichte es für alle drei Sojakomplex-Komponenten wieder einmal für grüne Vorzeichen. Angeführt von Sojaschrot mit 1% fester, gefolgt von den Bohnen mit etwa 3-4 cent oder 0,8% und am Ende das Sojaöl mit 0,04 c/pound (was praktisch innerhalb einer schwarzen Null liegt).

Sicherlich muss die heutige Börsensitzung unter dem technischen Korrektur-Bedarf betrachtet werden, aber damit beginnen die Bodenbildungphasen. Dieser Prozeß wird in seinem Verlauf zeigen, ob ein tragfähiger Boden gefunden worden ist, oder ob der Markt nochmal eine reinigende Abwärtsbewegung braucht um danach Boden zu bilden.

Weiterhin bleiben wir in unserer Long-Position Sojaschrot – damit werden wir noch viel Freude haben – und warten auf die Signale unserer Indikatoren bis der Einstieg für Bohnen oder gar Öl lohnen könnte.

Es tut sich nicht viel in Chicago

Die Endstände zeigen ein kleines Minus beim Schrot und dagegen steigt die Sojabohne mit einem genauso kleinem Plus, Spitzenreiter ist das Sojaöl mit etwa einem Prozent Aufschlag.

Es gibt keinerlei Neuigkeiten, das Wetter ist gut und damit steht zur Zeit einer grossen Ernte nichts mehr im Weg. Der entscheidende Wachstumsmonat August hatte bisher keine bedrohliche Wetterlage parat und soviel kann auf die letzten Tage wohl kaum mehr passieren.

An der CboT traut sich keiner Kaufen – es könnte nochmal einen Stock tiefer mit den Kursen gehen, und dann wäre eine voreilige Position ganz schnell am anbrennen. Die abwartende Haltung kann man auch an den sehr kleinen Veränderungen während der Börsensitzung sehen.

Die heutigen Aufschläge bei Sojaöl sollte man nicht überbewerten, Öl hatte die letzten Wochen auch die stärksten Verluste zu verzeichnen, sodass es immer noch im Rahmen technischer Korrekturen tageweise gegen den Trend punkten kann. Sojaschrot bleibt der aussichtsreichste Kandidat für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung. Für Sojabohnen und Sojaöl ist im Moment kein Einstiegssignal in Sicht.

 

Abwärtstrend bei Sojabohnen: Tiefpunkt noch nicht erreicht

Sojabohnen können den Rückwärtsgang eingelegt lassen:

* schwacher Soybean Forecast

* niedrige Umsätze mit fallenden Notierungen

zeigen, dass die Insider weiterhin aussteigen und die breite Masse der Marktteilnehmer immer noch von steigenden Kursen ausgeht.

So erscheint es möglich, dass es in diesem Jahr eine Rekordernte in den USA gibt, Insider das bereits absehen können und sich entsprechend positionieren.

Wenn der Markt mit niedrigen Umsätzen abwärts trudelt, fehlt meistens noch ein Abschluß: Panikverkäufe. Die Börse nimmt bereits jetzt schlechte Nachrichten vorweg und kann am Tag der offiziellen Verkündung der Information mit einem scharfen Rückschlag und hohen Umsätzen den Schlußpunkt unter die Talfahrt setzen.

Auf eine solche Situation wartet die Sojakomplex-Redaktion, um auf niedrigem Niveau zuzugreifen. Die Indikatoren ermutigen uns, geduldig abzuwarten.

Im Gegensatz zu den Bohnen und zum Sojaöl hat ein solcher Ausverkauf schon beim Schrot stattgefunden. Die Bodenbildung ist weit fortgeschritten (steigender Soybean Meal Forecast), so dass es praktisch jederzeit – ausgelöst von einem kleinen Impuls – kräftig aufwärts gehen kann. Wir halten unsere Long Position.