Archiv für Januar 2007
Weizen sehr fest – Soja schwächer
31. Januar 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Alles hat mit zunehmenden Pluszeichen begonnen und bereits nach einer halben Handelsstunde konnte Sojaschrot um 2,5 $ zulegen. Sojabohnen und Sojaöl lagen ebenfalls im grünen Bereich, wenn auch mit kleineren Aufschlägen. Kurz vor Ende der Börsensitzung wurden die Gewinne wieder weg gehandelt und es konnte sich kein Produkt aus dem Sojakomplex der schwachen Schlusstendenz entziehen. Die Kurstafel wurde rot.
Gestern wie heute zu Beginn der Börse wurde nochmal über die Witterung in Südamerika und die Anbauflächenverschiebung in Nordamerika diskutiert und man war sich sichtlich einig und kaufte aufgrund der bekannten Erkenntnisse.
Gestern konnten sich die Kurse daraufhin bis zum Schlussgong deutlich im Plus halten und heute blieb es nur bei der Anfangseuphorie mit anschliessender Verkaufswelle. Es gibt einfach nichts neues zu berichten, so müssen wir auf bekanntes zurückgreifen um das Gewesene zu kommentieren und einen gewagten Blick auf das möglicherweise Kommende zu werfen.
Es sollen unsere Indikatoren helfen im Dschungel der Nachrichten und Meldungen, den Überblick und die Richtung nicht zu verlieren. Von daher erwarten wir einen bevorstehenden Abwärtstrend. Es klingt verrückt, in einer Phase der lautstarken Hausseprediger von Abwärtstrend zu sprechen. Und trotzdem gibt es deutliche Signale für eine Baisse – solange das Bild schwächere Kurse erwarten lässt bleiben wir ebenfalls short im Musterdepot.
Die aktuelle Hausse bei Getreide und Soja hat für viele Mexikaner einen bitteren Beigeschmack. Das Kilo Tortilla hat sich von 40 auf über 75 Euro-Cent verteuert.
http://onnachrichten.t-online.de/c/10/26/72/18/10267218.html
Damit ist das wichtige Grundnahrungsmittel aus Maismehl für einige Mexikaner kaum mehr erschwinglich. Zucker ist von 8 auf über 19 Cents explodiert – Sojabohnen sind bekannterweise ziemlich angezogen die letzten vier Wochen – Rohstoffe jeglicher Art stehen auf der Kaufliste der Fonds und der Regierungen.
Wirklich bedenklich ist, dass im Kampf um die Rohstoffe Menschenrechte hinten anstehen müssen. Die USA und China beispielsweise stützen da schon mal den einen oder anderen korrupten Diktator um ihre Ölinteressen zu schützen. China ignoriert den Völkermord im sudanesischen Darfur, weil man an mehreren Ölprojekten im Sudan beteiligt ist.
Wir wollen uns hier nicht moralisieren und daher zurück zum Thema.
Es bleibt spannend im Sojakomplex – der Markt hat sich noch immer nicht wirklich entschieden. Eine schnelle Entwicklung in die eine oder andere Richtung hatten wir eh nicht erwartet, sondern vielmehr ein zähes Ringen mit schlussendlichem Abwärtstrend. Geduld ist notwendig um solche Phasen zu überstehen. Morgen gehts weiter.
Rohöl treibt Sojaöl
31. Januar 2007 von Markus Gruber | 2 Kommentare
Super-Aufschläge bei Rohöl machten auch dem Sojaöl Beine. Die Bohnen und der Schrot zogen mit und lagen am Ende ebenfalls deutlich im Plusbereich.
Die Computerbörse heute morgen mit leichten Zugewinnen im Sojaschrot und leichten Abschlägen beim Sojaöl. Im Projekt A geht es sehr ruhig zu, keine grossen Umsätze.
Abwärtstrend hat noch gar nicht begonnen
29. Januar 2007 von Gert Schmidt | Kommentare sind abgeschaltet.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Die Sojakomplex Indikatoren zeigen abwärts – und zwar seit dem Start der Aufwärtsbewegung. Das bedeutet, dass der Markt auf die Warnsignale noch gar nicht reagierte und die Talfahrt erst noch stattfindet.
Je länger es dauert, bis die Talfahrt beginnt, desto kräftiger könnte der Rückschlag verlaufen.
Mögliche Kursziele
Sojabohnen: 670 – 640
Sojaöl: 28,80 – 28,40
Sojaschrot: 195 – 180
Die Daten liegen im Bereich der Dezember Zwischentiefs und darunter. So tief müßten die Rofstoffe fallen, um der Indikatorentwicklung zu folgen.
Zurzeit zeigt die Stimmung an den Märkten aufwärts. Aber ob die Finanz-Nachfrage parallel zur physischen Nachfrage verläuft und die Käufe der Verbraucher das große Angebot nutzen können, bleibt abzuwarten. Die Indikatoren von Sojakomplex.de bezweifeln das.
Die CBoT am 26.01.07
26. Januar 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Das Projekt A bleibt beinah unverändert. Es soll in Südamerika gutes Wetter vorherschen – die Ernte wird gross. Die Nordamerikaner exportieren auf die Einzelwochen bezogen mal mehr mal weniger und bleiben in der Summe hinter ihrem 5-Jahres-Durchschnitt. Der Inlandsverbrauch ist normal und liegt im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Nix spektakuläres also.
Die Schlusskurse lagen bis auf Sojaöl allesamt im Minus. Sojaschrot war das schwächste Glied im Sojakomplex. Sojaöl nach mehreren schwachen Tagen kaum verändert aber noch im Plus.
Es lässt sich nicht viel neues kommentieren – nach vorherschender Indikatorlage rechnen wir mit weiteren Abschlägen.
Mögliche Bullenfalle weiter aktiv
26. Januar 2007 von Gert Schmidt | 2 Kommentare
Geht es nach den Sojakomplex-Indikatoren *, dürfte sich der Markt in einer groß angelegten Bullenfalle befinden.
Die Seitwärtsbewegung der vergangenen Tage änderte nicht an deren Abwärtstrend. Offenbar sind die kapitalkräftigen Marktteilnehmer nicht bereit, sich zum Aufwärtstrend zu bekennen und nachzukaufen.
So erscheint es möglich, dass die Soja-Aufbruchstimmung in den USA von Medien inszeniert wird und sich die Börse vorübergehend davon beeindrucken läßt.
Für das Sojakomplex Depot bedeutet das: Die Short Positionen bei Sojabohnen und Sojaöl bleiben weiter haltenswert.
*Ein ähnliches Indikatorkonzepot kommt beim Informationsdienst Moving Markets zum Einsatz. Dort wird die Kursentwicklung von Gold prognostiziert. Seit Dezember zeigt der Indikator stramm aufwärts. Er lief dem Markt nach oben voraus.
Die CboT am 25.01.07
25. Januar 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Im Computerhandel kamen die Kurse einen Tick höher raus und dabei konnte beispielsweise Sojaschrot rund einen Dollar zulegen. Das war dann auch die Erwartung für die Eröffnung an der CboT.
Bereits nach wenigen Handelsminuten wurden die Pluszeichen kleiner und kleiner bis nach einer halben Stunde alles Rot war. Die Abschläge waren überschaubar und lagen < 1%.
Am Ende war der Agrarmarkt durchgemischt – Weizen + Mais schlossen fester – Sojaschrot kaum verändert aber gerade noch im grünen Bereich. Die Sojabohnen gaben ein paar Cent ab und das Sojaöl verlor gut 1%. Somit wird Sojaschrot am physischen Markt morgen fester notieren, weil in der Kalkulation das Sojaöl weniger Schlaglohn tragen kann.
Wieder ein Handelstag ohne richtungsweisender Entscheidung. Das Indikatorenbild hat sich noch nicht verändert – somit bleibt alles wie es ist.
Deutliche Verluste
24. Januar 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
So ist Börse – gestern gewonnen und heute wieder verloren. Die Abschläge sind gerade bei den beiden Gewinnern der Vortagsbörse – Weizen und Sojaöl – am stärksten.
Bis zu 2,5% Minus wurde gehandelt. Betroffen waren alles Agrarrohstoffe, obwohl Herr Bush gestern nochmal betont hatte, dass Biodiesel und Ethanol stärker forciert werden müssen.
Es gibt nur gutes von den Anbauregionen, gutes Wetter, gute Ertragsaussichten – teilweise spricht man von Rekordernte. Diese fundamentalen Daten kommen etwas mehr ins Bewusstsein zurück und lassen die Marktteilnehmer verstärkt die kurze Seite ausprobieren. Es bleibt aber noch wacklig – die Märkte bleiben immer noch trendlos. Auf die starken Zugewinne folgen ebenso hohe Verluste. Der Markt muss sich entscheiden und braucht scheinbar noch ein wenig Zeit dafür.
Teilweise deutliche Aufschläge an den Agrarmärkten
23. Januar 2007 von Markus Gruber | 5 Kommentare
Nein, nicht Mais war der Renner sondern Weizen kam heute ganz gross raus. Mit bis zu 3% Aufschlag schlossen die Weizen-Termine. Da musste Mais und der gesamte Sojakomplex ebenfalls mit und so kamen am Ende alle Agrarrohstoffe zu einem einheitlichen und positiven Schlusskurs.
Es ist halt so, egal wer gerade die Führung an der CboT übernimmt, das vagabundierende Kapital sucht sich die weniger stark gestiegenen Artikel weil dort noch Aufholpotenzial vorhanden ist und kauft was das Zeug hergibt. Kann schon lange dauern, diese Phasen in denen eintägige Rücksetzer bereits eine neue Kauflaune der Fonds auslösen. Diese Marktteilnehmer agieren mit der Macht des grossen Geldes und fürchten den Verlust des Gleichen kaum, weil das Geld liegt ja auf der Straße bzw. kommt monatlich per Dauerauftrag von den vielen Anlegern wieder.
Eigentlich könnte man meinen, dagegen ist eh kein Kraut gewachsen. Der Einfluss der Kapitalströme ist unbestritten und kann für eine gewisse Zeit alles durcheinander wirbeln. Auch Trendwendephasen werden dadurch spürbar zäher und verlangsamen sich – mehr Geduld ist notwendig.
Eines bleibt – das Rauf und Runter an den Börsen. Das Geld ist zwar g… wie ein Bock, aber sehr schnell scheu wie ein Reh. Der Profit will auch realisiert werden, und da gilt unter den Fonds wer zu spät bremst hat verloren – oder wer findet den richtigen Ausstiegszeitpunkt, bevor alle durch den Flaschenhals raus wollen.
Kaum Veränderungen
23. Januar 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Die Notierungen im Sojakomplex konnten sich nicht nennenswert von den Vortagspreisen weg bewegen. Es bleiben kleinere Abschläge beim Sojaschrot, Sojaöl eher unverändert aber beim genaueren hinschauen doch eher im Plus und die Sojabohnen ebenso.
Auch Weizen und Mais handeln impulslos um das Vortagsniveau.
Wenn auch die Freitagsbörse nach anfänglichen Zugewinnen schlussendlich mit Verlusten geschlossen hat, so bleibt die gestrige Börsensitzung ohne Richtung. Die Indikatoren verhalten sich ähnlich, wie sollen sie auch stärkere Ausschläge generieren wenn das Parkett keine neuerlichen Trendmarken liefert. So bleibt die vorherschende Trendrichtung erhalten. Es bleibt aussichtsreich auf schwächere Kursentwicklungen im Sojakomplex zu spekulieren, darum bleibt unser Depot unverändert short ausgerichtet.
Die heutige Computerbörse notiert im Plus mit kleineren Aufschlägen durch sämtliche Sojaprodukte.
Soybeans Forecast zeigt abwärts
19. Januar 2007 von Gert Schmidt | 1 Kommentar
http://www.sojakomplex.de/sbtrend.html
Auch sehr gut zu sehen in der langfristigen Übersicht der vergangenen Monate
http://www.sojakomplex.de/log/?page_id=158
Danach bekommt unsere These eines oberen Wendepunkts und einer Bullenfalle neue Unterstützung. Die Abwärtsbewegung von gestern kann der Auftakt weiter fallender Notierungen sein.