Archiv für April 2007
Zusehens verändern sich die Indikatoren
30. April 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Nach dem Börsenverlauf vom vergangenen Freitag hatte sich im heutigen Handel wieder verstärkt die Plusseite gezeigt. Der Sojakomplex legte zu, vorallem Sojaöl war gefragt. Sojabohnen und Sojaschrot steigen verhalten.
Seit einigen Tagen/Wochen zeigt sich bei Sojaöl eine andere Indikator-Entwicklung als bei Bohne & Schrot. Mit dem ersten Kaufsignal haben wir begonnen dem Indikator mit einer Long-Position zu folgen. Seither konnte das Öl, nach anfänglichem hektischem hin-und her, immer weiter zulegen.
Das Bild hat sich auch für die Sojabohne und das Sojaschrot deutlich verbessert. Gut vorstellbar wäre die Vollendung des Kaufsignals mit einer letztmaligen Abwärtsbewegung. Im Falle eines Signals für die beiden Sojakomplex-Komponenten gehen wir auch bei Sojabohne long und erweitern bei Sojaschrot die bereits bestehende Depotposition.
Möglicherweise haben die heute unerwartet schwachen Aktienmärkte Geld freigespült um in Rohstoffe umgeschichtet zu werden. Dieser Kapitalzufluß könnte natürlich die weitere Entwicklung verändern und statt einem neuerlichen Rücksetzer vielmehr eine stetige Aufwärtsbewegung auslösen.
Wie auch immer, unsere Indikatoren filtern und gewichten die Umsätze in beiden Fällen und sollen uns entsprechend informieren. Für den Fall, dass der Markt mit Geld überflutet werden sollte (davon ist im Moment noch nichts zu spüren), und unsere Indikatoren warnend dem Kurs hinterherlaufen, profitiert unser Depot mit den beiden bestehenden Longpositionen. Idealer für die mittelfristige Entwicklung wäre eine ständige Divergenz zwischen Kurs- und Umsatzverlauf. In diesem Falle kann eine verlässliche Aufwärtsbewegung entstehen.
Tomahawk Reaktion
24. April 2007 von Markus Gruber | 1 Kommentar
Diese Bezeichnung gibt es natürlich nicht im Börsendeutsch. Es soll die gestrige Erwartung für die kurzfristige Bewegung beschreiben und heute hat die CboT bestätigt. Damit generiert der Kursverlauf ein Stück mehr die erwartete Bodenbildung, die Bereinigung schreitet voran.
Die Veränderungen bei Sojabohnen – 11 c/bu, bei Sojaöl -29 ticks und bei Sojaschrot -4,9 $/sto gegenüber Vortag. Es wurde von der Eröffnung an bis Handelsschluss im Minus gehandelt, wobei die Verluste während der Börsensitzung sukzessive zugenommen haben.
Es ist sehr spannend was unsere Indikatoren mit den Daten des heutigen Handels errechnen. Bei neuem Kaufsignal z.B. für Sojaschrot würde sojakomplex.de die bestehende Long-Position ausbauen.
Die großen Ölmühlen pokern weiterhin auf steigende Preise und bleiben mit ihren Offerten oberhalb der CboT-Vorgaben. Wenn die Mühlen am Ende recht behalten, pfeift der Sojamarkt ordentlich nach oben. Auslöser soll die Soja-Anbaufläche in USA, Reduzierung der Ernteerwartung in Südamerika und der baldige Start des Wettermarktes sein. Die Hersteller sind sicherlich gut informiert und somit liegt der Gedanke nahe, dass sie auch dieses Mal Recht behalten. Aber deren Argumente sind mit heißer Nadel gestrickt, man könnte sogar sagen noch heißer als sonst. Das bedeutet also ein hohes Risiko für beide Seiten. Kauft der Käufer nicht und die Bombe geht hoch holen ihn bittere Verluste ein. Kauft der Käufer und die Hausse-Argumentation löst sich in Luft auf werden die Verluste nicht weniger stark ausfallen.
Wir orientieren uns gerade in dieser schwierigen Entscheidungsphase an der Aussage der Indikatoren. Sie unterliegen keiner emotionalen Irritation und haben uns in ähnlicher Situation noch nicht im Stich gelassen. Für heute bleibt unser Musterdepot unverändert – das könnte allerdings ab Morgen anders ausschaun.
Die Börse geht runter aber der Preis steigt
23. April 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
An der Cbot hat sich das gestrige Muster im Börsenverlauf wiederholt. Anfängliche Gewinne werden bis zum Schluss wieder eingeschmolzen und verwandeln sich in mehr oder weniger starke Verluste. Es waren heute die beiden Getreidearten Mais und Weizen, die am stärksten verloren haben. Der Sojakomplex war auch durchgehend schwächer aus dem Handel gegangen, aber die Minuszeichen waren kleiner und homogener.
Für den Sojaschrot-Verbraucher muss eine schwache Börse nicht automatisch billigeres Schrot am Tag darauf heissen. Gerade in den letzten Wochen wurden die Hoffnungen der Käufer beinah täglich enttäuscht. Die Verarbeiter/Ölmühlen ignorierten die Abschläge und kalkulierten die Aufschläge, so entstand eine starke Differenz mit der Cbot und dem “echten” Markt vor Ort. Die Prämien, die Überseefrachten, die Energiepreise usw. waren die Gründe für stabile Preise. Es mag dem einen oder anderen allerdings eher als Ungerechtigkeit vorkommen, wenn die Börse gerne zitiert soweit die Sojabörse im Plus schliesst aber das gleichgroße Minus kann nicht eskomptiert werden weil die Frachtsätze angezogen haben.
Die Verkäuferseite hofft auf baldige Wettermärkte und ein gutes vorankommen im Maisanbau. Jedes mit Corn bepflanzte Hektar kann nicht mehr mit Soja bestellt werden. Somit würde die Soja-Anbaufläche die geringere Anbauschätzung bestätigen oder sogar nochmal reduzieren.
Ob das alles so eintrifft muss man abwarten. Die Indikatoren haben sich deutlich verbessert und die Richtungsanzeige nach oben wird deutlicher. Vielleicht ist ein Wunsch der Vater des Gedanken, aber es wäre immer noch denkbar, dass die Sojamärkte vor einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung noch einmal und sei es nur ein kurzfristiger Schlenker in einen kräftigen Rutsch verfallen. Eine Art Tomahawk-Aktion, schnell und kräftig abwärts. Damit würde sich auch die noch fehlende Bereinigung vervollständigen – das Gesamtbild wäre rund.
Sieht gut aus
20. April 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Die heutige Börsensitzung erfüllte die Erwartungen. Zu Anfang wurde Sojaöl schwächer gehandelt mit etwa 15-20 Ticks und am Ende zog der Preis mit gute 2 % oder 70-75 Ticks an. Sojaöl bleibt im Aufwärtstrend und hatte mit dem letzten Ausrutscher auch einige Charttechniker zufriedenstellen können, es sollten weitere Aufschläge folgen. Die bestehende Long-Position in unserem Muster-Depot bleibt vorerst erhalten.
Die Bohnen wurden über den Börsenverlauf hauptsächlich mit festeren Kursen gehandelt. Damit bleibt die Sojabohne etwas zickig gegenüber einem Test der Unterstützungslinie, dazu sollte sie nochmal um etwa 20-30 c/bu abtauchen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, vielleicht holt die Sojabohne diese Bewegung in der nächsten Woche nach. So wie sie jetzt da steht, kann man sie noch nicht kaufen. Die Indikatoren zeigen auch für die Sojabohne kein Kaufsignal, was sich allerdings mit einer entsprechende Bewegung schnell ändert könnte. Abwarten.
Der Sojaschrot hatte am Ende 1-1,5 $ abgeben müssen, obwohl er über weite Strecken des Handels im Plus notierte. Dieser Verlauf ist prima, weil der Aufwärtstrend nicht blindlinks und übereifrig losrennt, sondern erst noch eine Portion Skepsis erhalten bleibt. Die zittrigen Hände kaufen schnell und hoffen mit dem Long in der Hand auf die schnellen Dollars. Genauso flott verlassen sie das Geschehen wieder und werfen entnervt ihr Geld vorerst woanders unter die Leute. Diese Marktteilnehmer kommen wieder wenn das ganze schon im Laufen ist und kaufen auf höherem Niveau ein, damit erhalten sie unter anderem einen Aufwärtstrend über einige Wochen/Monate. Es ist gut möglich, dass unsere Indikatoren für Schrot ein Kaufsignal generieren, wenn der gesamte Sojakomplex nochmal einen Rücksetzer bekommt. Ausgelöst durch die Sojabohne, die scheint dafür am anfälligsten zu sein. Solange die Bohne nicht bereinigt ist, wird es für Schrot schwierig sein einen eigenständigen Aufwärtstrend zu erzwingen. Long-Position ausbauen, sobald der finale kurzfristige Rutsch passiert, dass muss man jetzt nur abwarten können.
Zu günstigen Kursen einsammeln
19. April 2007 von Gert Schmidt | Kommentare sind abgeschaltet.
Endlich verbessert sich die Markttechnik bei den Sojakomplex-Rohstoffen so, dass eine Bodenbildung in Sicht ist. Offenbar geht die Zeit günstiger Einkaufskurse allmählich zuende.
Die Umsätze waren in den vergangenen Tagen hoch genug, so dass der Verkaufsdruck nachlassen dürfte. Das gilt besonders für Sojaschrot, wo schon wochenlang vorher immer wieder Umsatzspitzen zu beobachten waren.
Im Nacherein lässt sich über den Abwärtstrend sagen,
dass das Zusammenspiel zwischen fundamentaler Marktbeobachtung und den hier veröffentlichen Indikatoren erfolgreich war. Den steigenden Notierungen liefen wir im Februar nicht hinterher, weil die Preise aufgrund der Nachrichtenticker künstlich aufgebläht waren.
Sie lesen das z.B. im Bericht vom 22.02.2007.
Es brauchte einige Zeit, bis der Markt auf die Indikatoren reagierte. Allein der Mut fehlte, den Indikatoren (und unserem Bauchgefühl) zu vertrauen und mit jedem Hoch die Short Position auszubauen.
Je länger der Live-Test dauert, um so mehr Erfahrungen sammeln wir. Das Wissen soll für zwei Dinge verwendet werden:
1. die Sojakomplex-Transaktionen zu verbessern
2. Anwendung auf weitere Rohstoffe, z.B. Mais, Weizen, Erdöl, Gas, Metalle
Auf die aktuelle Situation im Sojakomplex angewendet,
könnte das z.B. in der aktuellen Bodenbildungsphase bedeuten, dass wir mit jedem neuen Tief und steigenden Sojakomplex-Forecasts unsere LONG-Positionen ausbauen.
Den möglichen Auftakt für den Turnaround sehen Sie heute: Obwohl die Preise in die Knie gingen, drehte der Forecast Indikator aufwärts. Setzt sich der Trend fort, wird es wie 2006 ein Kaufsignal geben, das zu wochenlangen Kurssteigerungen führen kann.
Bei Sojaöl und Sojaschrot haben wir mit unseren Long Positionen bereits einen Fuß in der Tür. Die Bohnen kommen hinzu, sobald der Soybean
Forecast die Trendschwelle nach oben durchbricht.
Das kann schon morgen, Freitag oder Montag, 23.04., der Fall sein.
Idealerweise sammeln wir antizyklisch ein, d.h. das System liefert ein Kaufsignal, während die Preise gleichzeitig in die Knie gehen, so dass wir einen potenziellen unteren Wendepunkt erwischen.
Sojaöl reißt Löcher heraus
18. April 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Wieder ging Sojaöl gehörig ins Minus und verlor beinah wieder 3 %. Es lässt sich auch nach den gestrigen Verlusten keine Stabilisierungstendenz erkennen. Gestern wie heute bewegten hohe Umsätze die Notierungen im Ölbereich stark abwärts. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Bodenbildung und einer anschliessenden Gegenreaktion nach oben. Im Sojaölchart ergeben sich dicke Löcher die bei der nächsten Aufwärtsbewegung geschlossen werden sollten. Vorerst bleibt aber die schlechte Stimmung noch erhalten und die Verkaufswelle drückt auf sämtliche Öl-Notierungen, betroffen sind alle pflanzenlichen Öle wie Palmöl usw.
Die Sojabohnen konnten sich dem starken Abwärtstrend im Öl nicht widersetzen und verloren um die 9-10 c per bu. Die Bohnen liegen nur noch ein kleines Stück oberhalb einer starken Unterstützungslinie und dieser Boden wird scheinbar noch getestet, das würde nochmal 10-20 c per bu Abschlag bedeuten.
Anders läuft es beim Sojaschrot, die heutigen Verluste mit kaum einen Dollar per sto sind zu vernachlässigen und auch im Chart schaut die Situation bereits deutlich bereinigter aus, als das bei den Bohnen noch der Fall ist. Sojaschrot könnte praktisch aus dem Stand wieder anziehende Kurse generieren – die vorherige Überhitzung ist abgebaut.
Ob Sojaschrot im Alleingang gegen die Trendrichtung seiner beiden Kameraden steigen kann wird sich zeigen. Möglicherweise beginnt der gesamte Sojakomplex mit Aufschlägen und bei dieser bevorstehenden Aufwärtsbewegung wäre dann Sojaschrot wahrscheinlich der Sektor mit dem grössten Potenzial.
Aufgrund der Umsatztätigkeit der letzten Tage, erscheint ein Wechsel der Vorzeichen unmittelbar bevorzustehen. Einige kleinere Voraussetzungen sind noch zu erfüllen und schon wäre der Weg für einige Tage/Wochen steigende Kurse geebnet.
Eine Verstärkung der bestehenden Sojaschrot-Long-Position wäre mit entsprechendem Kaufsignal der Indikatoren sinnvoll. Wir werden das zu gegebener Zeit prüfen.
Es hat sich was getan
17. April 2007 von Gert Schmidt | Kommentare sind abgeschaltet.
Bereits heute Mittag gab es eine Besonderheit mit der Entwicklung der Palmöl-Kurse in Malaysia. Dort wollten wohl einige Long-Spekulanten zur gleichen Zeit durch die gleiche Tür raus und es begann ein Wettrennen wer am schnellsten sein Zeug verkaufen kann. Die Folgen sind demnach erwartungsgemäß heftig – super-starke Abschläge beim bisher sooo gut gelaufenen Palmöl.
Hinterher sagen alle, das kam nicht überraschend weil ja die Kursentwicklung der letzten Wochen geradezu abenteuerlich euphorisch waren und ein Rückschlag ausgelöst durch Gewinnmitnahmen die natürliche Folge darstellt.
Ja mei, wenn es halt die gleichen Menschen waren die am letzten Freitag noch von viel höheren Kursen träumten und auch schriftlich verkündet hatten, dass es so schnell kein Bremsen gibt, ja dann muss man sich aufs Hirn greifen über soviel Wendigkeit.
Die geplatzte Blase belastet natürlich die CboT-Sojaöl-Notierungen erheblich und somit ist auch das Öl mit 3 % Minus das schwächste Glied im Sojakomplex. Vom Öl ausgehend verlieren Bohnen etwa 10 c und Schrot 1,8 $. Morgen werden sich daher hauptsächlich die Öl-Preise erleichtern – Schrot dagegen wird kaum etwas von seinem Minus einpreisen, Sojaschrot bleibt wahrscheinlich unverändert oder wird sogar fester kalkuliert.
Neue Positionen im Sojakomplex Depot
16. April 2007 von Gert Schmidt | Kommentare sind abgeschaltet.
Sojaöl
13.04.2007: LONG 33,64 August Kontrakt
Sojaschrot
13.04.2007: LONG 209,50 August Kontrakt
LONG Sojaöl + LONG Sojaschrot
13. April 2007 von Gert Schmidt | Kommentare sind abgeschaltet.
Nach einigen Hin und Her Überlegungen haben wir geplant,
zur Eröffnung jeweils mit einem Kontrakt Long zu gehen.
1. Soybean Oil Forecast zeigt aufwärts, während gleichzeitig die Umsätze auf hohem Niveau niedrig blieben – eine gute Voraussetzung für steigende Notierungen und den möglichen Durchbruch nach oben.
2. Beim Sojaschrot gab es gestern noch einmal hohe Umsätze
mit fallenden Notierungen.
Gleichzeitig drehte der Soybean Meal Forecast ein kleines Stückchen gegen den Trend aufwärts. Der Indikator beginnt, von niedrigem Niveau aus nach oben zu drehen. Das kann die Basis für die Bodenbildung sein, zumal nach der Gap Theorie eine Unterstützungsmarke erreicht wurde.
Keine Entwarnung bei den Sojakomplex-Indikatoren
11. April 2007 von Gert Schmidt | 4 Kommentare
Die Preise purzelten in den vergangenen Wochen stetig, aber eine Bodenbildung ist nicht in Sicht.
Die Sojakomplex.de Spezial Indikatoren notieren für Bohnen, Öl und Schrot in der Verkaufsignalzone. Dadurch warnt uns das System vor einem voreilien Einstieg.
Das werden wir in unserer Strategie berücksichtigen. Idealerweise werden wir antizyklisch einsteigen:
1. fallende Notierungen
2. gleichzeitig steigende Forecast Indikatoren
Unser Hauptaugenmerk liegt deshalb bei den Indikatoren auf der Startseite.