Archiv für August 2007
Kein Regen im Soja-Anbaugebiet
31. August 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Die Börse glaubt im Moment, dass es wohl nicht mehr regnen wird im Soja-Anbaugebiet und deshalb gab es gestern bereits eine heftige Aufwärtsreaktion. Heut in der Frühbörse geht die Ralley weiter und kumuliert stehen beim Sojaschrot + 7 $ per sto.
Obwohl die letzten Exportzahlen enttäuschten steigen die Sojakurse weiter an – das Wetter erhält eine höhere Beachtung.
Aber auch die unglaublichen Weizenaufschläge seit vielen Handelstagen und auch heute morgen in der Computerbörse mit erneunt 23-25 c/bu (3 %) lassen sämtliche Agrarrohstoffe mit steigen. Diese Abhängigkeit könnte sich irgendwann als problematisch herrausstellen – aber das ist jetzt noch wilde Spekulation. Vorerst geht es weiter rauf.
Höhere Ziele liegen in der Luft und sind zum greifen nahe. Die Indikatoren zeigen keinen Grund für hemmungslose Euphorie sondern warnen vor Schnellschüssen. Dieses Szenario bei den Indikatoren gab es dieses Jahr schon einmal und die sicher geglaubte Trendrichtung drehte sich etwas unerwartet für die meisten Marktteilnehmer.
Ist dieses Mal alles anders ? Mal schaun, eine Position einzugehen muss gut bedacht sein.
Weizen nach oben…
29. August 2007 von Markus Gruber | 2 Kommentare
und im Sog dieser Ralley wurden die Sojakomplex-Komponenten aus dem Minus noch ins Plus gezogen. Aus einem Prozent Abschlag wurde ein halbes Prozent Aufschlag.
Weiterhin dominiert Weizen die Szene mit 2-3 % höherem Kurs als gestern. Weit und breit keine gute Nachricht um die Preisentwicklung nach oben zu stoppen, es geht ungebremst fester.
Schlechte Zeiten für Skeptiker und Bären, soweit es noch lebende Bären gibt am Markt wahrscheinlicher ist deren Schicksal dem des Problembären Bruno ähnlich und wurden bereits mit Abschuß erledigt. Bruno wird jetzt ausgestopft und irgendwann ausgestellt. Bären gibt es also nur noch im Museum oder in Freising deren Wappentier der Bär ist, genauer heisst dieser Bursche Korbiniansbär. Der Name kommt vom Hl. Korbinian der auf dem Weg von Freising nach Rom sein Maultier verlor, bzw. ein Bär hat das Lastentier verfrühstickt. Der Hl.Korbinian hat sich dann denselbigen abgerichtet und mit einem zahmen Bären, der dann sein Gepäck auf dem Rücken tragen musste, ist er nach Rom weiter gepilgert. Dort angekommen hat er den Bären wieder freigelassen. In Freising stehen deshalb in der ganzen Stadt verteilt und vor vielen Geschäften lebensgrosse Bären.
Unser Papst Benedikt hat übrigens diesen Bär in seinem päpstlichen Wappen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI.
Ach, ich glaube Soja war eigentlich das Thema. Aber dazu fällt einem nix mehr ein. Die Nachrichtenlage ist hauchdünn und die Kursbewegungen sind es auch und die Indikatoren sagten es uns wiederholt so an und es scheint dieses Zick-Zack Muster noch einige Tage länger zu geben. Trendlos und kraftlos – dabei nicht vergessen, gerade in solchen Phasen ergeben sich gute Gelegenheiten für einige schwere Jungs sich verdeckt zu positionieren.
Deshalb bleiben wir auf der Lauer und hellwach – gute Nacht.
Gestriger Schluss fester – Frühbörse fester
28. August 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Trotz der negativen Vorgabe aus der gestrigen Frühbörse holte die Präsenzbörse kräftig auf und schaffte am Ende ganz gute Aufschläge (z.B. Sojaschrot +2-3 $ per sto).
Auch heute morgen behaupten sich die Kurse über gestrigem Schlussniveau. Meldungen über schlechte Weizenernte in Kanada und weiterhin grosse weltweite Nachfragen für sämtliche Agrarrohstoffe lassen keinen Platz für Bären.
Grundton wird kurzfristig wieder bullisher und der Sojaschrot-Indikator liefert wieder ein kleines Kaufsignal. Es könnten also weitere Aufschläge folgen.
Der Weizen ist mehr oder weniger der Leitwolf an der CboT und die morgentlichen Aufschläge bei wheat mit etwa 10 c lassen einen festeren Börsenverlauf erwarten.
Und uneinheitlich geht es weiter
25. August 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Der Sojakomplex ging durchgängig mit Aufschlägen in das Wochenende. Dabei sind die Gewinne bei Sojaschrot beinah zu vernachlässigen, bei Sojabohnen wurde 1 % aufgeschlagen und das Sojaöl konnte ca. 2 % dazu gewinnen.
Es gab ja Kaufsignale die im gesamten Umfeld für uns nicht handelbar waren die aber von der Börse bestätigt wurden. Gerade das plötzliche Aufblitzen in einem funktionierenden Abwärtstrend war etwas besonderes und die zwei folgenden Börsensitzungen brachten dann auch 10 $ für Sojameal. Hätte man schon was gewinnen können. Es sei an dieser Stelle nochmal gesagt, “hätte” soll in diesem Zusammenhang ironisch und mahnend gemeint sein. Weil es für einen Spekulanten kein “hätte” im Wortschatz geben darf. Es ist ein Anzeiger für Angst oder Gier – beides führt zum Ruin.
Mir scheint als befinde sich der Sojakomplex in einer Phase, in der man wirklich keine solide Positionierung vornehmen kann. Einerseits besteht jederzeit die Gefahr eines starken Einbruchs – andererseits lassen uns die Medien die Story von dem ewigen Aufschwung glauben. Durch den Energieabzug vom Acker ist der weltweite Verbrauch an Agrarrohstoffen wie Getreide und Soja für die Zukunft immer über Produktionsmenge. Also immer long sein – immer steigende Preise – kein Raum für Baisse.
Und weil der Markt keine neuen Hochs erreichen kann ist die ewige Hausse im Moment mehr Wunsch als Wirklichkeit. Natürlich ist der Markt nie ohne wenn und aber zu analysieren und kein Mensch kann in einer Glaskugel die Kurse vorhersagen. Das Verhalten der gut informierten Marktteilnehmer kann man allerdings ein stückweit sichtbar machen – so funktionieren zumindest unsere Indikatoren – und diese Leute scheinen zur Zeit mehr das kurze Geschäft zu betreiben, also mal long mal short und am liebsten am dritten Tag die Gewinne wieder realisieren. Die Branche hängt zu stark am politischen Willen und deren naturgemäss vorhandenen Planungsunsicherheit. Es ist also einigen Jungs scheinbar sehr bewusst wie fragil die Aufwärtsbewegung eigentlich ist und deshalb vergessen diese Marktteilnehmer die Gewinnmitnahmen nicht und agieren mit hoher Vorsicht um nicht durch eine Steueränderung auf dem falschen Fuss erwischt zu werden.
Vielleicht wissen die Besserinformierten in der nächsten Woche wieder was verwertbares – damit wir wieder mal was verrücktes tun können z. B. Soja kaufen.
Uneinheitliche Indikatoren
23. August 2007 von Gert Schmidt | 1 Kommentar
Das Indikator für Sojaschrot zeigt zwar heute wieder aufwärts, nach den anderen Indikatoren und der Chartsituation wäre auch noch Luft nach oben. Aber das reicht für einen Kauf nicht aus:
Die Indikatoren für Bohnen und Öl zeigen abwärts, so dass der Sojakomplex-Gesamtindikator keine Entwarnung liefert. Danach besteht die Möglichkeit, dass der Kursanstieg beim Schrot nur vorübergehend stattfindet. Schon heute könnte die Luft heraus sein, ein Test der vorherigen Tiefstände wäre möglich.
Allerdings scheidet eine Short-Position aus, weil der Markt eine kräftige Abwärtsbewegung hinter sich hat und eine Gegenbewegung immer noch möglich ist.
Insgesamt stellt sich die Situation uneinheitlich dar. Damit erscheint es ratsam, vor dem Einstieg oder dem Verkauf die weitere Entwicklung abzuwarten.
Kräftige Zugewinne an der CboT
22. August 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Es war der Sojaschrot mit runden 7 $ ( ca. 3%) Aufschlag, der den Sojakomplex anführte. Gefolgt von den Sojabohnen mit 16 c (ca. 2%) und Sojaöl 30 Ticks (ca. 1%) über Vortagesniveau.
Das jüngste Kaufsignal für Sojaschrot hätte also gestimmt und man hätte kaufen können weil man bereits zwei Handelstage später dicke Profite einstreichen hätte können. Ja, hätte, weil eben keine Long-Spekulation ausgeführt wurde. Das hatte auch Gründe, weil grad so ein flotter Schwenk vom short zum long immer ein wenig knifflig ist und man schon ein bisserl ein Hassadeur sein müsste um emotionslos und jedes Risiko ignorierend agieren müsste – das ist aber nicht ganz die sojakomplex.de – Strategie. Wir wollen für eine Position mehr Sicherheitsgefühl, welches zu diesem Zeitpunkt des überraschend entstandenen Kaufsignals nicht vorhanden war und somit wurde entschieden lieben Zuschauer mit sicherem Abstand zu bleiben.
Die physische Versorgungslage hat sich sehr gebessert und es scheint sich eine komfortable Angebotsseite aufzubauen. Damit hatte man ja letzte Woche noch nicht so gerechnet. Die europäischen Ölmühlen haben ihre Euro-Preise nicht sonderlich verändert oder nennenswert angezogen, so wie es die CboT eigentlich hergäbe oder wie die Ölmüller es bisher gerne vollzogen oder meist übertrieben haben. Es geht den Verkäufern ein wenig zu wenig Geschäft an der Front – ein Zeichen für einen anbahnenden Absatzstau ?
Man kann sich einen Stimmungswandel vom Verkäufer – zum Käufermarkt ja gar nicht mehr vorstellen, grade jetzt wo es jeder kapiert hat, dass der Verkäufer immer das sagen behält. Vielleicht deshalb eine Gelegenheit den Spiess umzudrehen ?
Die Indikatoren sind auch etwas wankelmütig und in diesem Umfeld kein geeigneter Moment für eine Positionierung. Es werden klarer Situationen entstehen in denen man mit gutem Gefühl einsteigen kann. Bis dahin muss genau geschaut werden um nix zu verpassen.
Neues Trendszenario oder nur Sturm im Wasserglas ?
21. August 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Die gestrigen Schlußkurse lagen beim Schrot etwas im Plus und die Sojabohne wurde kaum verändert gehandelt. Sojaöl war wieder der Ausreißer und schloss sehr schwach mit etwa 1,2% Minus.
Der Trendpfeil für Sojaschrot schlägt an die Trendschwelle an und läßt grosses erwarten. Vorallem auch weil der Komplex-Gesamt Indikator ebenfalls seine talwärtige Richtung geändert hat und seit heute aufwärts tendiert. Sojabohnen mit leicht positivem Unterton und Sojaöl wird wohl volatil bleiben ohne klarer Richtung.
Auch heute morgen in der Frühbörse zeigt sich ein Pluszeichen hinter der Kursveränderunng. Ob dieser noch sehr zarte Trend-Ausblick harte Realität werden kann ist noch nicht 100%ig zu sagen. Es bedarf einer weiteren Bestätigung um auf der langen Seite einzusteigen.
CboT am Freitag etwas fester und zu Beginn der ….
20. August 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Montags-Frühbörse wieder schwächer.
Am Freitag schaffte Sojaschrot ein kleines Plus, Sojabohne und vorallem Sojaöl konnten deutlich bis sehr stark zulegen. Heute Morgen dagegen verlieren alle Produkte einen Teil der Freitagsgewinne wieder. Sojaschrot wird damit sogar netto um 1 $ niedriger notiert als am letzten Donnerstag.
Es bleibt bei einem schwachem Indikatorbild. Die Neuberechnung muss man natürlich noch abwarten um ein endgültiges Bild zu bekommen, aber es deutet alles auf einen intakten Abwärtstrend an der CboT hin.
Für den europäischen Sojakäufer ist davon wie so oft nix zu spüren. Die Hersteller berufen sich wie so oft auf außergewöhnliche Kosten wie Schiffsfrachten usw. und ignorieren dabei die starken Abschläge an der Leitbörse. Ein bekanntes Ärgernis, aber dabei sind sich das A B C also ADM-Bunge-Cargill sichtlich einig und damit bleiben trotz schwacher Kurse an der Börse die Preise auf Eurobasis stabil.
Es bedarf also weiterer starker Abschläge und einen echten Stimmungswandel um in Europa an billiges Sojaschrot zu kommen. Ob dieses Szenario eintrifft bleibt sehr fraglich.
Gewinnmitnahmen
17. August 2007 von Gert Schmidt | Kommentare sind abgeschaltet.
Wir werden heute zur Eröffnung bei der Bohnen Short Position in Chicago Gewinne mitnehmen. Auf dem ermäßigten Niveau darf mit gesteigerter Nachfrage gerechnet werden. All diejenigen, die monatelang auf günstigere Preise gewartete haben, dürften jetzt mit dem Einsammeln beginnen.
Aber das bedeutet nicht zwangsläufig ein Ende der Talfahrt. Nach einer Gegenreaktion nach oben werden die Karten neu gemischt.
Eine Long-Positionierung im Sojakomplex Depot scheidet aus, weil entsprechende Signale der Forecast Indikatoren fehlen.
Es kracht an der CboT
16. August 2007 von Markus Gruber | Kommentare sind abgeschaltet.
Die Aktienhändler haben die Hosen voll und das seit Tagen jetzt erwischt es auch die Rohstoff-Händler. An der CboT verfallen die Preise: – 40 c/bu Sojabohne, -1,30 c/pound Sojaöl, – 10 $/sto Sojaschrot.
Unseren Indikatoren behalten wieder Recht – der Markt fällt nach starken Verkaufsignalen. Wie das System auf die heutigen CboT-Daten reagiert ist eine sehr spannende Frage und wird wie immer im Laufe des morgigen Vormittags beanwortet werden wenn die Daten alle eingearbeitet und berechnet worden sind.
Die Aktienbörsen in USA verlieren zeitweise wieder 3 % an Wert, ein heftiger Abwärtstrend was nur bestätigt wie schwer diese Krise in Wirklichkeit ist unabhängig von der medienwirksamen Beruhigungskampagne. Es wurde bei dieser Schieflage ordentlich Geld vernichtet und wie bereits gestern angedeutet darf man den Verdacht haben, dass die Bezeichnung Schieflage der Situation schmeichelt. Man könnte es auch kriegsähnliche Abzocke nennen bei der eine Portion Bescheißen gewollt war. Das es so viele “freiwillige” Geprellte gibt ist zwar überraschend aber mit der immer vorhandenen Geldgier durchaus zu erklären.
Gut das wir nicht über Dow & Co. berichten, sondern über die guten alten Agrarrohstoffe. Also zurück zu Soja & Co. und wie es weiter geht. Der Schwenk zu den Aktien musste deshalb sein, weil die Verkaufswelle bei DAX und DOW usw. mit dem Hintergrund betrieben wird Liquidität zu beschaffen. Letzte Woche war die Investmentbank BNP in Frankreich zahlungsunfähig, man denkt das gibt es nur in Argentinien – falsch gibt es auch bei uns das eine bekannte Großbank seinen Kunden am Schalter sagen muss – Fond kündigen geht grade nicht und Geld gibts auch keins für den mikrigen Restwert ihrer Anlage. Weil also die EZB diesen Banken zu Hilfe eilen muss, damit das ganze System nicht in sich zusammenfällt, was bisher der EZB weit über 200 Milliarden Euro wert war, müssen die Banken in Europa natürlich auch selbst versuchen Geld zu beschaffen und das tun die Banken mit Positionsglattstellungen in allmöglichen Märkten. Am schnellsten und effektivsten geht das natürlich mit Aktienpaketen.
Ob und wenn ja wie intensiv auch Rohstoff-Engagements liquidiert werden kann im Moment keiner sagen und ob Rohstoffe im speziellen Soja & Getreide überhaupt betroffen sind oder werden ist nochmal eine andere Frage. Also man weiss nix. Aber warum zacken unsere Indikatoren abwärts wie ein Blitz obwohl grad einen Tag vorher alles so rund aufwärts ausgeschaut hat ? Ist da was, schraubt da schon wer, verkauft da schon einer – der Geld braucht ? Alles dunkle Spekulation und weit hergeholt, unseriöse Behauptungen sind das, oder doch nicht.
Sollte aber eine solche Verkaufswelle die Rohstoffe an der CboT treffen, dann wäre die heutige Minusbörse erst der Anfang gewesen und im Zuge weiterer Abschläge wäre das Ziel die 7,40 $-Marke bei Sojabohnen. Dort liegt noch ein altes Gap und wäre ja zuschön wenn das noch zugemacht werden würde.