Archiv für Februar 2008

Intakter Trend, Konsolidierung auf hohem Niveau

Nachdem jetzt auch andere Rohstoffe in Gang kommen, z.B. Baumwolle, Reis haussiert, ist klar, dass die vorherigen Trendsetter unter Kapitalabzug leiden.

Die Trend Prognose Indikatoren für Rohöl und Sojabohnen zeigen sich deshalb deutlich schwächer als z.B. für Raps und Kakao. Aber im intakten Aufwärtstrend ist das jedoch alles Andere als ein Verkaufsignal.

Schwache Indikatoren für Brent Oil und Sojabohnen signalisieren lediglich, dass dort einige Marktteilnehmer zurzeit nicht investiert sind, bzw. von dort Kapital abgezogen haben. Daraus einen bevorstehenden oberen Wendepunkt abzuleiten und short zu gehen, erscheint jedoch riskant.

Es fehlen typische Signale einer Top Bildung: Weder eine Überhitzung, noch eine herausragende Schwächeneigung ist erkennbar. Die Rohstoffmärkte strotzen vor Kraft, während die Aufwärtstrend der anderen Märkte, z.B. Aktien, verhungern.

Schon am 23.10.2007 hatte Markus Gruber geschrieben:

Vielleicht etwas schwer annehmbar, wenn ich sage das Sojaschrot sehr bulish ausschaut und eine scharfe Aufwärtsbewegung vor sich hat. Aber nehmen wir die letzten Tiefs die wir in den vergangenen Handelstagen gesehen haben. Relativ rasch wurden diese lows gekauft und die kurzfristige Abwärtsbewegung, der man gerade eine neue Dynamik zugetraut hatte, war nur eine vorbei-huschende Kaufgelegenheit auf dem Weg zu neuen Hochs. Ja, klingt wie die Story vom Neuen-Markt Ende der 90er Jahre. Wird ja hoffentlich nicht so enden wie der Neue-Markt.

Inzwischen befinden sich die Rohstoffe inmitten dieser Spekulationsblase, bei der jedoch kein Platzen in Sicht ist. Die Aufwärtsdynamik ist ungebrochen, wobei reihum jeder Rohstoff von Kapitalzuflüssen profitiert.

Für das Sojakomplex Depot bedeutet das: Wir werden unsere Long Positionen für Sojabohnen und Sojaschrot weiterhin halten. Sollte es einen Rückschlag geben, wird der Kauf einer Sojaöl-Position geprüft.

Die Bilanz der bestehenden Positionen:

Sojabohnen
+ 9,0 Prozent Gewinn seit 11.02.2008

Sojaschrot
+ 9,5 Prozent Gewinn seit 29.01.2008

Sojakomplex durchgängig sehr fest – Weizen limit up

Keine neuen Nachrichten und trotzdem eine starke Börsensitzung an der CboT. Weizen wurde nur mit limit-up gehandelt und Mais war mit gut zwei Prozent Zuwachs gehandelt worden.

Im Sojakomplex waren alle drei Komponenten im Plus mit etwa 2 % Aufschlag.

Unsere Trendpfeile liegen im Sell-Bereich – zu hohe Umsätze machen es den Indikatoren unmöglich eine steigende Richtung anzuzeigen. Auch heute lagen die Tageshöchstpreise wesentlich über den Schlusskursen. Der Markt kann seine Hochs nicht halten – möglicherweise ein erstes Anzeichen für eine grosse Unsicherheit bei den Marktteilnehmern.

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass gerade eine grosse Skepsis am vorherrschenden Trend genau den selbigen lange erhält. Außerdem gibt es noch andere Aufwärtstrend-Unterstützungen die uns in der Summe veranlassen weiterhin auf steigende Kurse zu setzen.

Trotzdem soll/muss es eine baldige Umstimmung der Indikatoren geben, sonst ist das erwartete Luftholen möglicherweise die Vorbereitung auf einen Trendwechsel.

Es wird sehr bald Klarheit über die weitere Entwicklung geben – und hier erfahren Sie es.

Zum Wochenschluß festere Sojanotierungen

Ohne wirklich neuer Nachrichten haben sich die Kurse im Sojakomplex zum Wochenende nochmals befestigt. Wieder war das Sojaöl mit 1,5% Zuschlag die stärkste Komponente und folgt damit der Erdöl-Vorgabe. Diese parallele Entwicklung können wir nun schon einige Wochen verfolgen und aufgrund der starken Kaufsignale aus dem Erdöl-Bereich scheint alles darauf hinauszulaufen, dass Erdöle weiter zulegen und demnach auch weitere Aufschläge auf Pflanzenöle möglich/wahrscheinlich sind.

Wenn auch die Sojaindikatoren wieder einmal Schwäche zeigen und unter der Trendschwelle stehen, bleiben unsere Erwartungen auf steigende Kurse bestehen. Eine zugegeben schwere Leserkost, wenn man trotz Verkaufsignal steigende Notierungen erwartet. Dieses wiederkehrende Abtauchen der Trendpfeile im bestehenden Aufwärtstrend müssen als neuerliches Luftholen verstanden werden, dazu haben wir hier bereits mehrfach berichtet.

Gerade die neuerlichen starken Verluste im Aktienbereich lassen auch den Schluss zu, dass Kapitalumschichtungen in die Rohstoffmärkte den nächsten Aufwärtsschub auslösen können.

Ewig wird es nicht möglich sein die Rohstoffe wie an der Schnur gezogen nach oben zu puschen, aber die vorherrschende Marktmechanik bleibt jetzt und wohl noch einige Tage/Wochen bestehen und darauf sollten steigende Kurse folgen.

Gerade die Großwetterlage bei den Wirtschaftsdaten/nachrichten ist dermaßen stabil und mit der bekannten Finanzkrisenthematik so stark unterfüttert, dass man für Rohstoffe praktisch eine ständige Absicherung der Kurse nach unten annehmen kann.

Zuviel vagabundierendes Kapital sucht einen Parkplatz und die Platzanweiser wie Jim Rogers lassen kaum einen Investor an sich vorbeifahren. Also ist das Schattendasein der Rohstoffe vorbei und die wirklich angesehenen Vermögensverwalter bewerben Invests in Rohstoffe wie noch nie.

Wenn dann noch harte Fakten, fundamentale Daten wie Angebot und Nachfrage, also die Klassiker unter den Börsenkaufsignalen dazukommen, ist die Story rund und die Kursrichtung klar aufwärts. Wir beobachten das Szenario weiterhin kritisch aber noch muss man long sein und unser Musterdepot bleibt deswegen unverändert.

Rohöl zieht Sojakomplex aufwärts

Die Sojakomplex Trend Indikatoren sind heute gefallen – ein Kennzeichen dafür, dass einige Marktteilnehmer die steigenden Kurse nutzten, um Gewinne mitzunehmen.

Allerdings werden wir unsere Long Position nicht aufgeben: Die Trends setzenden Energierohstoffe können weiter klettern. Unsere Prognose Indikatoren für Brent Oil und Gasoil zeigen aufwärts. Sojabohnen, Sojaöl und Sojaschrot dürften wie bisher folgen.

Interpretation der fallenden Sojakomplex Indikatoren: Es findet eine Konsolidierung im intakten Aufwärtstrend statt. Danach ist mit weiteren Kurssteugerungen zu rechnen.

Rohstoff-Stärke

Alles hat an Wert gewonnen, wenn es ein Rohstoff ist. Vorallem im Sojakomplex haben die Kurse deutlich zugelegt. Angeführt von sehr festen Sojaölnotierungen, haben auch Sojabohnen und Sojaschrot kräftig draufgelegt. Getreide hat auch fester geschlossen und die Metalle sind teilweise explodiert – Gold wird zum Dauerbrenner. Heute muss man noch das Erdöl erwähnen, das mit 4 % Aufschlag wieder an der 100er Marke anklopft und es sieht ganz danach aus, das es noch viel vor hat, auch über dieser phsychologisch wichtigen Hürde.

Die Hausse nährt die Hausse oder Kaufsignale für Rohstoffe sind Verkaufsignale für Aktien. Interessant und beinah amüsant, ist die Tatsache, dass Zucker zum Kontraindikator für die Finanzmärkte geworden ist. Wenn Zucker steigt, fallen die Aktien – heute konnte Zucker 2,7 % zulegen und somit müsste der US-Aktienmarkt noch im Minus schliessen, obwohl Dow & Co. mit guten Gewinnen den Handel eröffneten.

Die unseren sojakomplex-Lesern bekannte Marktmechanik zwischen Rohstoff und Finanzen bleibt also weiter bestehen und es scheint, als würde sich die Verlässlichkeit dieses Zusammenhanges gerade deutlich verbessern.

Weniger schön für unsere Tierhalter sind die aktuell hohen Preise für Futtermittel. Das jetzt schon erreichte Niveau läßt in vielen Bereichen der tierischen Veredelung keine Deckungsbeiträge mehr erwirtschaften. Die Aussichten erscheinen vor diesem Hintergrund noch destruktiver. Weitere Steigerungen sind wahrscheinlich, und einige Rohstoffe stehen unmittelbar vor einer neuerlichen Preisexplosion bzw. befinden sich in einem neuen Aufwärtstrend.

Unsere Long-Positionen entwickeln sich gut und wir erwarten weiterhin einen Aufwärtstrend. Depot bleibt deswegen unverändert.

Rohstoff der Woche: Baumwolle

Das konnten Sie bereits anhand der Brent Oil und Gasoil-Indikatoren sehen: Wir haben unser Analysesystem vom Sojakomplex ausgehend auf andere Märkte übertragen.

So ist es in der Redaktion täglich noch spannender, die Rohstoffentwicklung weltweit zu beobachten und deren Schwankungen zu analysieren. Die Rückmeldungen aus unserer Leserschaft zeigen: Ihr Interesse an anderen Rohstoffen geht weit über den Tellerrand von Sojabohnen hinaus.

Geplant ist, an dieser Stelle regelmäßig über Sondersituationen zu berichten.

Aktuell erscheint die Situation bei Baumwolle spannend: Der Prognoseindikator kletterte überdurchschnittlich, so dass ein Durchbruch des Rohstoffs nach oben möglich erscheint.

Danach könnte Baumwolle die achtmonatige Konsolidierung beenden und die Hürde von 72/73 überwinden. Die Baumwolle Trend Prognose zeigt aufwärts.

Dynamische Aufwärtsbewegung zu erwarten

Es bahnt sich das an, was wir seit dem Start unserer Berichterstattung (2006) beobachten konnten: Eine Favoriten-Rotation innerhalb des Sojakomplex.

Regelmäßig fand folgendes statt: Zunächst kletterte das Öl, worauf die Bohnen folgten und zuletzt begann Schrot zu steigen, wenn sich das Öl eine Pause gönnte. Es schraubten sich die Notierungen immer weiter nach oben, ohne eine Pause einzulegen.

Dabei signalisierten die fallenden Trend Prognose Indikatoren keinen oberen Wendepunkt, sondern statt dessen eine vollständige Konsolidierung.

Nach den jüngsten Datenberechnungen darf mit einer Fortsetzung der Rallye gerechnet werden. Trotz hoher Preise, trotz nahezu unwirtschaftlicher Verwertung der Rohstoffe scheint die Nachfrage überdurchschnittlich groß zu sein. Offenbar sind einige Marktteilnehmer bereit, jeden Preis zu bezahlen, um in den Besitz der Ware zu gelangen.

Wahrscheinlich müssen sich die Kurse erst auf höherem Niveau einpendeln, um die Nachfrage auszubremsen. Dabei dürfen wir gespannt sein, wie sich das Zusammenspiel zwischen Bio- und Mineralöl-Kraftstoffen entwickelt. Nach den bisherigen Marktgesetzen müsste sich Mineralöl massiv verteuern, um Biosprit wieder attraktiv zu machen.

Offen ist, auf welchem Niveau das geschieht. Nach der aktuellen Indikatorsituation könnte das erst deutlich über den aktuellen Kursen auf neuen Höchstständen der Fall sein. Die kräftig gestiegene Sojaöl Trend Prognose lässt eine dynamische Entwicklung erwarten.

Soja-Hausse & Aktien-Baisse

Stellen Sie sich mal vor, der Ackermann von der Dt.Bank hat mit seinem Bild über die aktuelle Finanzmarktlage tatsächlich das gemeint, was er gesagt hat. Tsunami-Crash, war das entscheidende Wort und Wochen vor diesem Tsunami hat die Dt. Bank jede Menge Kaufempfehlungen in den Medien verbreiten lassen. Dabei wurden die Kursziele für alle deutschen Dax-Unternehmen nochmal deutlich nach oben korrigiert.
Nimmt man noch Äußerungen wie, wir haben frühzeitig unsere Aktienpakete verkleinert, dann beginnt Ackermann`s Tsunamiszenario erst richtig Form anzunehmen.

Was ist gemeint: Wir (Dt.Bank) haben frühzeitig Aktien an die kleinen Leute verkauft und haben dann mit unserer Luxusyacht die Küste verlassen um auf hoher See die Tsunami-Welle zu beobachten. Nachdem die Welle alles kaputt gemacht hat, mussten wir die Kursziele wieder reduzieren weil ja alles zersört ist und deshalb der Wert der überfluteten Unternehmen stark gelitten hat. Jetzt haben die Anteilscheine ja schon die Verlierer in der Hand, wo Sie im Krisenfall auch hingehören, meinen unsere Bänker.

Man darf sich fragen, warum ein deutschen Elitebanker auf einen primitiven Hüttchenspielertrick reinfällt, und von einer US-Bank einen Kredit kauft, nur weil er für das ausgeliehene Geld einen Super-Zins bekommt, und weiss das hinter der beliehenen Immobilie eine Fehlbewertung steckt die bis Faktor 5 des bezahlten Geldes liegen kann. Und dabei nicht merkt, dass der US-Boy bereits mit dem Wissen diesen Kredit ursprünglich gewährt hatte weil er sicher war diesen Kredit nicht mehr zurückzahlen zu müssen, und deshalb auch jede Risikobewertung des Häusschens völlig unnötig gewesen wäre.

Die Kreditkrise hat am Ende auch noch was mit Soja zu tun – also zurück zum Thema.

Durch die Verkaufswelle vor dem Aktiencrash wurde viel viel Geld frei gemacht, dass wieder investiert werden will. Und Rohstoffe, eben handbegreifliches, oder lebensnotwendiges, hat plötzlich einen besonderen Wert und ist das Investitionsziel vieler kapitalkräftiger Marktteilnehmer.

Die Indikatoren zeigen seit Tagen/Wochen eine neuerliche Bodenbildung mit Kaufsignalen. Nimmt man alles an Informationen zusammen, kommt man am Ende zu der Überzeugung, dass Rohstoffe und vorallem Lebensmittel-Rohstoffe (also Agrarrohstoffe) ein großes Aufwärtspotenzial haben.

Für jeden Branchenkenner ist das beinah unglaublich, weil ja die Hausse bereits neue Sojaschrot-Preishochs gebracht hatte und jetzt soll das nochmal getopt werden. Klingt unglaublich und wenn auch mit Respekt für die volatilen Schwankungen, die dieser Markt mit sich bringt, muss man weitere starke Kurszuwächse in seinen Überlegungen und Positionierungen einkalkulieren.

Wir sind long im Depot und bleiben unverändert – solange bis es Warnsignale gibt, und die werden noch ein wenig auf sich warten lassen.

Tief Luft geholt für bevorstehende Klettertour

Die Entscheidung für die neue Richtung der Sojabohnen ist noch nicht gefallen. Zwar kletterten die Kurse vor ein paar Tagen auf ein neues Zwischenhoch. Aber die jüngste abbröckelnde Tendenz zeigt, dass die Marktteilnehmer unschlüssig sind.

Zudem fehlt die Unterstützung von der Rohöl-Seite: Ohne einen Anstieg der fossilen Energieträger dürften es auch Agrarrohstoffe schwer haben, ihre Aufwärtsbewegung fortzusetzen. Positiv: Der Dieselpreis (Gasoil Trend Prognose) scheint sich auf den Durchbruch nach oben vorzubereiten.

Aufwärtsbewegungen an der Börse werden von Skepsis getragen. Deshalb sieht es für unsere Long Position gut aus:

Weil

1. bisher die Kennzeichen einer euphorischen Überhitzung fehlen

2. die LS Indikatoren für Sojabohnen so weit gefallen sind, dass eine vollständige Konsolidierung diagnostiziert werden kann

ist die Ernüchterung der Marktteilnehmer groß genug, um die Aufwärtsbewegung zu stützen. Es darf weiterhin mit steigenden Preisen gerechnet werden. Wir halten unsere Sojabohnen-Position.

Die Einschätzung gilt insbesondere für Sojaschrot, wo die Aufwärtssignale viel stärker zu sehen sind: Der Trend Prognose Indikator steigt weiter, während andere Indikatoren signalisieren, dass der Markt mit der Seitwärtsbewegung tief Luft holte, um sich auf den nächsten Anstieg vorzubereiten.

Sojabohnen LONG

Seit gestern zur Eröffnung eine neue Position:

LONG zu 1362 im Juli Kontrakt

Bericht vom 11.02.2008.