Archiv für April 2008

Zeit das sich was dreht

Und zwar im Sojaschrot – vorne raus und hinten rein – Juli schwach – Dezember fest. Dadrauf spekuliert unser Spread im Sojaschrot. Heute konnte sich die Differenz zwischen CboT Sommer und CboT Winter reduzieren, dieses Prozedere sollte noch einige Male wiederholt werden. Von 50 $ sollte dieser Spread auf 20-30 $ zurückgehen – mal schaun ob dies gelingt.

Bei Sojaöl läuft alles nach Plan und damit schwächer. Bei den Sojabohnen das gleiche Bild wie bei Sojaschrot.

Am physischen Markt bewegt sich vorne kaum etwas, die logistischen Probleme überwiegen und lassen nach unten keinen großen Spielraum und die hinteren Termine profitieren heute bereits von den Umschichtungen und von der Wettermarkt-Erwartung, die bisher immer steigende Kurse gebracht hatte.

Einige schwache Börsensitzungen wären jetzt noch ganz angenehm und würden das Gesamtbild schön abrunden und die Chance auf eine anhaltende Aufwärtsbewegung erhöhen. Aber es kommt ja immer anders als man es sich wünschen möchte.

Aufgrund einiger Haare in der Sojasuppe bleiben wir unverändert im Musterdepot und das heißt long Sojabohne und Sojaschrot-Spread (Juli short – Dez. long). Gerne würden wir die “lange” Seite verstärken, aber dazu ist die Situation nicht klar genug. Es wird eindeutigere Kaufgelegenheiten geben als es heute der Fall war – abwarten und beobachten.

Sojakomplex 2-3% schwächer

Trotz festerer Frühbörse gelang es dem Sojakomplex nicht die guten Vorgaben zu halten. Vielmehr rutschte der Sojamarkt bereits kurz nach der Eröffnung ordentlich in die roten Zahlen und konnte sich bis Handelsende davon nicht mehr befreien.

Die Situation bleibt bearish. Sogar neuerliche Nachrichten zur angeblich schlechteren Ernte in Südamerika als vorhergesagt und die ebenfalls angedrohte und erwartete nächste Streikwelle in Argentinien, konnten die Stimmung an der CboT nicht eine Sekunde heben.

Was ist da im Busch ? Wenn Nachrichten aus reinstem “Bullenfutter” wirkungslos verpuffen und die Kurse stark absacken. Als Handelsstrategie kann man sich folgendes zurechtlegen: 1. der übergeordnete und langfristige Aufwärtstrend bleibt bestehen 2. kurzfristige Schwankungen sind normal wie für jedes börsennotierte Produkt und werden gelegentlich von starken Händen provoziert um 3. die Kurse dorthin zu pflegen wo die Kapitalkräftigen angenehme Kaufkurse ergattern wollen.

Die Indikatoren bleiben relaxt und zeigen in den Buy-Bereich – dem Mutigen gehört die Welt wenn er die Kaufgelegenheiten nicht versäumt. Es sollte auch aus dem vor uns liegenden Wettermarkt eine starke Unterstützung für die Kurse kommen, so dass möglicherweise die kommenden Tage gute Kauftage sein können bevor der Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird.

Sojaöl Short Position wird heute glattgestellt

Der Sojaöl Trend Prognose Indikator kletterte heute deutlich über die 100er Marke, was das Risiko unserer Short Spekulation erhöht. Wir stellen unsere Position zur Eröffnung an der CBOT glatt.

Zeitbombe bereits aktiviert

Die von Markus Stege beschriebene “Zeitbombe” könnte sich schon über dem Sojakomplex positioniert haben. Denn die Trend Prognose Indikatoren klettern heute dynamisch weiter, so dass kräftig steigende Notierungen möglich sind.

Wichtig dabei: Die Indikatoren zeigen mit ihrem Anstieg, dass sich einige kapitalkräftige Investoren bereits LONG engagierten. Wir wissen allerdings nicht, ob es sich um gut informierte Insider handelt oder Publikumfonds, die Kundengelder verbraten. Weil wir unser Analysesystem erst seit ein paar Jahren betreiben, lässt sich das leider nicht genauer aus den Daten ableiten. In ein paar Wochen werden wir um diese Erfahrung reicher sein.

Für Heizöl, Rohöl, Diesel usw, die Mineralölrohstoffe, liefern die Trend Indikatoren zurzeit kräftige Warnsignale (deshalb Sojaöl-Short haltenswert). Wenn gleichzeitig Sojabohnen steigen sollen, könnte es sich um eine Sonderentwicklung handeln, möglicherweise von den Ereignissen in Argentinien in Gang gesetzt.

Unter diesem Bedingungen erscheint es aussichtsreich, die bestehenden Positionen zu halten.

Hysterische Börsen – alles ist möglich

Die Bilanz der aktuellen Positionen mit Schlußkurs CBOT gestern:

Sojabohnen LONG, Juli
2,92 Prozent Gewinn

Sojaöl SHORT, Dezember
2,23 Prozent Gewinn

Sojaschrot SHORT, Juli
0,85 Prozent Verlust

Sojaschrot LONG, Dezember
0,32 Prozent Verlust

Die vier Positionen werden weiterhin gehalten.

Sojaschrot: Der Spread zwischen kurzem und langem Termin ist weiterhin groß genug, um in diesem Bereich auf einen Ausgleich zu setzen. Danach dürfte der Juli unter Druck geraten, während der Dezember Kontrakt zulegt. Die Sojaschrot Trend Prognose zeigt aufwärts, so dass zumindest die Dezember Long Position profitieren dürfte. Unsere Erwartung: Käufer verzichten darauf, sich mit der teuren Mai oder Juli-Ware einzudecken. Statt dessen reservieren sie sich jetzt die preiswertere Lieferung im Dezember.

Sojalöl: Der Trend Prognose Indikator kletterte nur wenig – ein möglicher Vorbote für einen schwächeren Markt der Energierohstoffe.

Sojabohnen: Der starke Anstieg des Trend Prognose Indikators ist die Nagelprobe, wie es um den Aufwärtstrend bestellt ist. Denn sollten die Bohnen wie im Februar trotz des Kaufsignals fallen, wäre das eine bärische Entwicklung.

Allerdings setzen wir mit unserer Long Position darauf, dass sich die Aufwärtsbewegung fortsetzt. Der Unterschied zum Februar: Der Markt ist heute abgekühlt, während er vor sieben Wochen überhitzt war – erkennbar anhand des LS Indikators.

In der aktuellen Agrardebatte (hoher Fleischkonsum, Soja als Futter) könnten Sojabohnen im Lebensmittelbereich (z.B. als Tofu-Schnitzel) wieder neu entdeckt werden. Verglichen mit dem Energieaufwand und dem hohen Preis der Tierzucht ist die Sojabohne zurzeit immer noch günstig. Die Notierungen könnten auf über 20 USD klettern und wären dann immer noch eine preiswerte Alternative.

Sie sehen das anhand der Endpreise für Verbraucher: 1 kg Natur-Tofu aus kontrolliert biologischem Anbau kostet ca. 6,25 EUR. Für die gleiche Menge Schweinebraten aus kontrolliertem Anbau sind ca. 16 EUR zu bezahlen. Das ist zwar eine unwissenschaftliche Darstellung, weil die unterschiedlichen Nährwerte von Fleisch und Tofu einbezogen werden müssten. Aber die Preisdifferenz zeigt, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen könnte.

Unter solchen Gesichtspunkten hätten Sojabohnen langfristig Nachholpotenzial in der Preisentwicklung. Sogar eine Verdoppelung der Preise ist möglich, wenn Verbraucher und Marktteilnehmer an den Börsen hysterisch reagieren sollten. Was zurzeit über die Nachrichtenticker geht, läuft bereits in diese Richtung.

Sojabohnen Einstieg

Zur Eröffnung: LONG 1350 Juli Kontrakt

Wieder LONG bei den Bohnen

Offenbar benötigen die Sojabohnen noch ein paar Tage, um fallen zu können. Bis es soweit ist, könnte noch einmal ein Test der bisherigen Höchststände stattfinden. Denn obwohl weltweit die hohen Preise beklagt und die Anbauflächen ausgebaut werden, lieferte unser Indikatorsystem ein neues Kaufsignal.

Die Sojabohnen Trend Prognose läuft den Bohnen nach oben voraus. Während die Notierungen gestern unter Druck gerieten, sammelten Insider ein, lässt sich aus dem Indikator herauslesen.

Danach erscheint es gut möglich, dass die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen lediglich eine Konsolidierung darstellte. Gegenüber den Mineralöl-Rohstoffen haben die Sojabohnen Nachholpotenzial.

Wir werden heute zur Eröffnung an der CBOT mit einem Sojabohnen Kontrakt Long gehen.

Die anderen Positionen (Sojaschrot-Spread und Sojaöl-Short) werden weiterhin gehalten.

Finanzkrise interessiert niemanden mehr

Die Citigroup hat heute nebenbei erwähnt, dass sie nochmal 16 Milliarden Dollar abschreiben muss – 9000 Menschen werden ihren Job verlieren und der Chef sagt, er kann weder weitere Abschreibungen noch notwendige Finanzspritzen noch weitere Stellenstreichungen ausschliessen. Aber die Aktien-Börsen steigen rasant weiter – heute sogar mit neuen Zwischenhochs und bis zu 3 % Kursgewinn. Der Dollar wird stärker und Rohöl hatte zwischendurch leichter notiert. Gold wurde heute Nachmittag regelrecht runtergewascht und verlor dabei 30 $ pro Unze (3,3 %).

Es ist etwas komisch das ganze, die Rohstoff-Indikatoren zeigen seit einigen Tagen immer mehr eine Top-Bildung an und die Finanzindikatoren das gleiche. Wenn dem so ist oder es so kommen soll, dann ist die Erklärung nur folgende, die Rohstoffe werden mit neuerlichen Katastrophenmeldungen aus dem Finanzbereich deshalb runtergehandelt weil mit schwachen Wachstumsprognosen auch weniger Rohstoffe verbraucht werden dürfte. Soweit die Theorie.

Der starke heutige Anstieg bei Dow & Co. passen dazu so gar nicht ins Bild und die heutige CboT-Sitzung ist ebenfalls mit seiner rauf-runter Bewegung nicht hilfreich um die weitere Entwicklung zu erahnen. Starke Anfangsverluste drehten sich in kleinere Aufschläge im vorderen Bereich und auch die späteren Termine konnten sich weit weg vom Tagestief auf beinah unverändert befestigen.

Die Soja-Indikatoren sind nicht gestiegen sondern bewegen sich um die Trendschwelle bzw. im Falle von Sojaöl bereits seit einigen Tagen im Sell-Bereich. Also kann man weiterhin von fallenden Notierungen ausgehen und so bleiben wir im Musterdepot unverändert.

Trotzdem sollten für die erwartete Abwärtsbewegung die Indikatoren im Laufe der nächsten Woche deutlichere Verkaufssignale generieren um zweifelsfrei zu werden.

Neue Positionen im Sojakomplex Depot

1. Sojaöl SHORT 64,10 Dezember Kontrakt

2. Sojaschrot SHORT 352 JULI Kontrakt

3. Sojaschrot LONG 309,5 Dezember Kontrakt

Im Sojaschrot setzen wir auf den weit auseinander gelaufenen Spread zwischen kurzen und langen Laufzeiten. Kurzfristig verteuerte sich die Ware überdurchschnittlich, was einen Rückschlag erwarten lässt.

Im Gegenzug könnte neue Nachfrage die späten Winter-Kontrakt klettern lassen.

Top Bildung möglich

Die Trend Prognose Indikatoren im Sojakomplex zeigen aufwärts. Allerdings erhalten wir von anderen beobachteten Energierohstoffen aus dem nachwachsenden und fossilen Sektor Hinweise, dass die Märkte in eine Top Bildung hineinlaufen können.

Zwar befinden sich die Märkte in einer Hausse, in der die Übertreibungsphase nach oben länger sein kann als die Geduld der Short Seller. Aber es erscheint gut möglich, dass die Warnsignale der anderen Indikatoren, z.B. Raps bei hedging.eu, oder Diesel bei Discount Invest, Vorboten eines oberen Wendepunktes darstellen.

Deshalb betrachten wir die Aufwärtsbewegung mit Skepsis. Je nach Marktentwicklung werden wir am Nachmittag an der CBOT einen Short-Einstieg für Sojaöl prüfen.