Archiv für Juli 2008

Sojakomplex-Gesamtindikator zeigt abwärts

Die Trend Prognose Indikatoren liefern heute das gleiche Bild wie gestern: Während Sojabohnen und Sojamehl / Sojaschrot abwärts zeigen, kann beim Öl eine Gegenbewegung nach oben anstehen. Das ist angesichts der zurzeit noch schwachen Ölpreise eine überraschende Entwicklung.

Wir halten jedoch an der Short Position fest, weil es sich nur eine vorübergehende technische Reaktion handeln dürfte – falls der Markt überhaupt steigen kann. Denn der neue Abwärtstrend ist weiterhin intakt, weil der Gesamtmarkt-Indikator für den Sojakomplex unverändert abwärts zeigt und heute auf dem Weg nach unten sogar beschleunigte.

Uneinheitliche Richtungen zu erwarten, Energie wieder gefragt

Nach der jüngsten Datenerhebung entsteht aufgrund der Indikatoren folgendes Bild:

Sojabohnen:
schwächere Tendenz möglich

Sojaschrot: schwächere Tendenz möglich

Sojaöl: gut behauptete bis steigende Tendenz möglich; der starke Anstieg der Sojaöl Trend Prognose würde eine Gegenbewegung nach oben erlauben. Die Aufwärtsbewegung dürfte vom Energiesektor gestützt werden.

Wir erhalten von den Energiemarkt-Indikatoren seit heute wieder Hinweise, dass Diesel, Brent Oil & Co etwas zulegen können. Wie weit es aufwärts gehen kann, bleibt zunächst offen. Die Entwicklung muss in den nächsten Tagen beobachtet werden.

Gegenbewegung nach oben möglich, jedoch keine neuen Kaufsignale in Sicht

Die Notierungen schwankten während der Börsensitzung heftig, wobei Sojabohnen und Schrot im Minus schlossen. Damit setzte sich die Lethargie der vergangenen Tage fort – und ein Ende der Abwärtsbewegung ist nicht in Sicht, allenfalls eine technische Reaktion.

Bei Sojaöl verbesserte sich das Bild etwas: Schon der Trend Prognose Indikator zeigte heute Morgen leicht aufwärts, worauf am Abend eine freundliche Börse folgte. Hier zeichnet sich eine Erholung ab, wobei Unterstützung von den Energiemärkten kommen könnte. Rohöl & Co sind nach den Verlusten der vergangenen Tage reif für eine (vorübergehende) Gegenbewegung nach oben.

Luft wird abgelassen

Einen besonderen Grund für die fallenden Sojanotierungen gibt es nicht – und bei Ratlosigkeit wird regelmäßig die Schuld dem Wetter gegeben. Offenbar haben es die Bohnen zurzeit sehr gut in der Erde. Sollen sie prächtig gedeihen, damit günstigere Preise den Einkauf versüßen.

Die Chancen dafür stehen günstig. Denn der Markt befindet sich immer noch inmitten der Konsolidierung. Dabei passen sich die Kurse der schwachen Ölpreisentwicklung an. Auf dem Weg nach oben kamen die stärksten Impulse vom Rohöl. Nach unten sieht es genauso aus: Gehen Sie davon aus, dass Sojabohnen & Co weiterhin im Gleichschritt mit Brent, WTI und Gasoil marschieren.

Unser Szenario von fallenden Notierungen im Energiesektor bleibt unverändert bestehen. Eine Bodenbildung lässt sich aus den Trend Prognose Indikatoren nicht herauslesen.

Damit bekommt das Szenario mehr Nahrung, das Sojakomplex-Leser “Ben Bernanke” im Juni hier zur Diskussion stellte:

* fallende Rohstoffpreise
* nachlassender Inflationsdruck
* steigende Aktienkurse

Genau das spielte sich in den vergangenen Tagen ab – damit würde die Börsenwelt sicher gut leben können.

Nützlich wären künftig geringere Schwankungen, damit Produzenten und Verbraucher besser kalkulieren können. Nachdem jetzt im Rohstoffsektor etwas Luft abgelassen wird, verbessern sich die Chancen dafür. Und gegen steigende Aktienkurse hat wohl niemand etwas einzuwenden.

Hinweis

Unter

http://www.sojakomplex.de/weltweit

erhalten Sie einen Überblick über die zurzeit analysierbaren Rohstoffe.

Die Liste wird in den nächsten Wochen erweitert.

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Kaufkurse erst auf niedrigerem Niveau

Es dauerte einige Wochen, bis der Markt auf die Warnsignale unserer Indikatoren reagierte. Zwar befinden sich unsere Short Positionen noch nicht in der Gewinnzone. Aber es zeichnet sich ab, dass wir mit unseren Vermutungen ganz nah an die tatsächlichen Ereignisse herankamen:

* Möglicher Ausstieg der Insider bereits ab Mitte Mai zusammen mit anderen Energierohstoffen
* anschließende Rallye war eine von Massenmedien gestützte Hausse, in der “die Masse” auf steigende Notierungen setzte – ein typischer oberer Wendepunkt
* Überschwemmungen in den USA mit dem dazugehören Rauschen im Blätterwald markierte oberen Wendepunkt

Je lauter an den Märkten gerufen wurde, dass die Preissteigerungen weitergehen, desto näher rückte der Zeitpunkt für die Top Bildung.

Zwischenzeitlich gingen unsere Short Positionen durch ein Tal der Tränen. Auf dem Höhepunkt der Hausse gab es Anfang Juli folgende Bilanz:

Sojabohnen – 18,2 Prozent
Sojaöl – 14,9 Prozent
Sojaschrot -16,3 Prozent

Trotz der Schieflage wurden die Positionen durchgehalten. Zu einem Ausbau der Shorts, was zwischenzeitlich in den Fingern kribbelte, konnten wir uns allerdings nicht durchringen.

Etliche Redaktionskonferenzen schlossen mit dem Ergebnis, dass es aussichtsreich blieb, hinter den hysterischen Preissteigerungen ein Fragezeichen zu setzen. Darauf kam es in den entscheidenden Situationen an. Es liegt uns nicht, die Mainstream-Meinungen nachzubeten. Statt dessen setzen wir auf die fundamentale Beobachtung des Sojamarktes und die Analyse mit Unterstützung Markttechnik.

So sehen unsere Positionen zurzeit aus:

Sojabohnen – 4,9 Prozent
Sojaöl – 3,6 Prozent
Sojaschrot – 2,1 Prozent

Weil die Trend Prognose Indikatoren weiterhin abwärts zeigen, kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Es erscheint gut möglich, dass die Baisse bei den Energierohstoffen (Fossil- und Agrarbereich, Bewertung vom 01.07.2008) gerade erst begonnen hat.

Unsere Sojakomplex-Short Positionen können noch deutlich in die Gewinnzone laufen. Kaufkurse dürfte es erst auf niedrigerem Niveau geben. Es besteht kein Handlungsbedarf. Wir setzen deshalb weiterhin auf fallende Notierungen.

Sojakomplex samt Getreide im Downtrend

Es wurden scheinbar keine Bremsen eingebaut, in diesem Abwärtstrend der Agrarmärkte. Keine Gegenreaktion, maximal ein Börseneröffnungs-Plus das danach in einem Meer von tiefroten Verlusten untergeht. Täglich das gleiche Bild, nach der schwächeren Eröffnung stabilisieren sich die Kurse und man meint es setzt eine Gegenreaktion ein. Alles nur eine Finte, die Kurse verlieren weiter an Boden und schliessen auf Tagestief – so war es auch heute wieder.

Die Indikatoren bleiben beinah unberührt von den Bewegungen der letzten Handelstage. Diese Seitwärtsbewegung passt gut in die vorherigen Verkaufssignale. Es gibt also noch immer keinen Grund für hektisches Handeln – ein wenig überrascht über die coole Reaktion der Trendpfeile.

Schaut man sich die Charts der Sojakomplex-Komponenten genauer an, findet man allerdings einige Warnsignale. Vorallem die entstandenen Gaps die in allen Produkten zu finden sind, zeigen doch sehr deutlich, dass der Markt immer näher an eine Bodenbildung heranstürzt. Es gibt noch Chartlöcher die um rund 10% des Kurses niedriger liegen und man muss jetzt davon ausgehen, dass die Kurse diese Niveaus noch erreichen können. Ob es dazu kommt werden unsere Indikatoren sicher anzeigen – durch diese Abwärtsbewegung ist man wieder ermutigt an die Verlässlichkeit unseres Systems zu glauben.

Ohne Euphorie oder Panik werden wir genau verfolgen was die Tage noch passiert – Ausstieg aus den shorts oder drinbleiben – wir werden ja sehen wohin die Reise geht.

Und abwärts…

Der Sojakomplex hatte kaum mit festeren Notierungen die Frühbörse beendet, begannen auch schon die roten Vorzeichen im Präsenzhandel zu dominieren. Aus der angekündigten festeren Börsensitzung in Chicago wurde ein Rutschpartie mit Schlusskursen nahe am Tagestief.

Die Verluste in Zahlen: Sojabohnen – 50 c/bu, Sojaöl -1,3 c/pound, Sojaschrot -13 $/sto.

Vor dem Wochenende konnte man gute Geschäfte in der physischen Ware beobachten weil einige Händler sehr froh waren ermässigte Preise für die fehlende Abdeckung im Juli zu bekommen. Wenn man bedenkt, dass für Sojaschrot ab Oberrhein zu Monatsanfang noch saftige 355,- Euro per to zu bezahlen waren, sind die heutigen 327,- Euro per to geradezu ein Schnäppchen – ein Grund die Versorgung zu komplettieren.

Aber scheinbar doch zu früh zugegriffen. Der Abwärtstrend geht weiter und das Indikatorbild zeigt keine Entwarnung an der mittelfristigen Trendstärke. Es scheint als würden die Bullen keine ernsthafte Gegenwehr aufbauen können und die Verkaufswelle ungebremst talwärts weiter rollen.

Es wird noch immer keine Depotveränderung vorgenommen und wir bleiben “kurz” auf alle drei Sojakomplex-Komponenten. Eine gute Woche für das sojakomplex-Mustedepot geht zu Ende.

CboT Reaktion auf die vorherigen Verluste

Die Indikatoren ließen eine Gegenreaktion im Sojakomplex erwarten. So kam es dann auch und die Kurse schlossen allesamt mit Aufschlägen um 1-2% gegenüber Vortag.

Im frühbörslichen Computerhandel gibt es keine großartigen Ausschläge, allerdings stehen vor jedem Produkt rote Vorzeichen. Beispielsweise Sojaschrot mit ca. – 3 $ per sto.

Auf der Wetterkarte sieht man für die kommende Woche heiße Temperaturen die gelegentlich von Niederschlägen abgelöst werden sollen. Also gutes Wachstumswetter im Hauptanbaugebiet.

Erdöl schwächer, Wetter gut, Kapitalumschichtungen zu Gunsten der Finanzmärkte sind im Moment zuviele Argumente gegen einen Aufwärtstrend. Das alles erhöht die Chancen für den erwarteten Abwärtsschub.

Gegenbewegung einkalkulieren

Die Indikatoren zeigen Hinweise auf eine kurzfristige Gegenbewegung. Es scheint als würde es heute in der Börsensitzung festere Kurse geben können.

Bereits gestern waren die Tagestiefs lange Zeit der gehandelte Korridor, es ging von dort nicht mehr runter und nicht rauf. Einige Käufer sammelten alles ein was auf diesem Niveau zu kriegen war. Weil es also Käufer gab die marktschonend eingestiegen sind, könnte es für heute erst Mal vorbei sein mit dem Abwärtstrend und eine kleine Gegenreaktion einsetzen. Der übergeordnete Abwärtstrend wird zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen. Wir werden berichten.