Archiv für September 2008

Androhung von Folter könnte zu Turnaround führen

Wir hatten nach den Kaufsignalen bei Sojabohnen und Schrot auf steigende Notierungen gesetzt – zumal sich Unterstützung von den Energierohstoffen ankündigte. So lieferte z.B. die Trend Prognose für WTI Mitte September ein kräftiges Kaufsignal.

Aber angesichts der Talfahrt im Agrarsektor fällt es schwer, steigende Notierungen für den Sojakomplex zu erwarten. Deshalb bleibt zu prüfen, ob das Szenario bestehenbleiben kann.

Wenn schon die Agrarrohstoffe nicht allein zu alter Stärke zurückfinden, benötigen sie mindestens die Unterstützung von der Mineralölseite. Würden Brent Oil & Co z.B. unter die 90 USD-Marke rutschen, dürften Mais, Weizen, Sojabohnen, Sojaöl kräftig in die Knie gehen.

Eine solche Gefahr besteht jedoch nicht, erkennbar anhand der Trend Indikatoren für fossile Brennstoffe: Wenn Sie durch die Charts der Rohstoffe blättern, fällt auf, dass die Trend Prognose Indikatoren einheitlich aufwärts zeigen. Auf den kräftigen Anstieg der Indikatoren folgte ein Kursanstieg der Rohstoffe – der intakte neue Aufwärtstrend. Dass die Notierungen anschließend fielen, ist immer noch ein Bestandteil der Aufwärtsbewegung: eine technische Reaktion auf die vorherigen Gewinne, wobei kein neues Tief erreicht wurde.

Das Szenario: Mit dem Tag heute könnte neue Kaufbereitschaft aufgekommen sein. Erstaunlicherweise erholten sich die Notierungen an der Wall Street, obwohl das vielbeachtete 700 Mrd USD Rettungspaket abgelehnt wurde. Möglicherweise ist der Markt doch nicht so absturzgefährdet, wie uns die US Regierung glauben lassen will.

Denkbar ist, dass unter der Drohung staatlicher Eingriffe eine größere Flexibilität herrscht als vorher denkbar gewesen wäre. Stellen Sie sich vor, dass alle Marktteilnehmer den globalen Crash erwarten, aber Ereignis gar nicht stattfindet.

So ist es vorstellbar, dass Bankvorstände in aller Welt Operationen durchführen, die vor zwei Wochen gar nicht denkbar gewesen wären – und zwar deshalb, um die staatlichen Eingriffe abzuwehren. Mit den hunderten von Milliarden USD wäre nicht nur frisches Geld geflossen, sondern es wären auch meterdicke Eisenketten an die Chefsessel geschraubt worden.

Angesichts solch angedrohter Foltermethoden könnten sich die kritisierten Bänker heute mehr bewegt haben, als es die Regierungsvertreter je geglaubt hätten. Möglicherweise läuft nun eine Turnaround-Maschine an. Die Notenbanken füllten mit ihren unzähligen Maßnahmen die Tanks der Banken. Verschärfte (und abgelehnte) Rettungspakete sind unerwünscht. Sie könnten als Starter für den zwar stotternden, aber dennoch allmählich anlaufenden Konjunkturmotor funktioneren.

So wie sich die Volkswirte und Regierungsvertreter mit den “guten Aussichten 2007″ und dem “Peakoil im Frühjahr 2008″ irrten, könnten sie sich diesmal erneut täuschen, weil sie eine Bruchlandung der Weltwirtschaft erwarten.

Ein solches Szenario würde die Situation an den Agrarmärkten entspannen, Ölpreise klettern lassen und Aktien mindestens auf ermäßigtem Niveau stabilisieren, womöglich sogar steigen lassen.

Schau’n ‘mer mal.

Trotz Aktienbaisse diesmal keine Flucht in Rohstoffe

Im vergangenen Jahr erfüllten Rohstoffe die Funktion des sicheren Hafens. Aktien-Fluchtgelder wurden bei Brent, Mais, Weizen & Co angelegt, um die Krisensituation zu überstehen. Das Szenario: Weil sich Bankbilanzen auflösten, blieben die ständig nachgefragten Rohstoffe ein Hort der Sicherheit. Schließlich muss die landwirtschaftliche Produktion weitergehen – gleichgültig, was Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft aushandeln.

Weil sich im September ein ähnliches Szenario anbahnte, bauten wir für das Sojakomplexdepot bei Bohnen und Schrot Long-Positionen auf. Von den Mineralölmärkten sollte eine neue Kaufwelle starten, die auch den landwirtschaftlichen Bereich erreichen sollte.

Der Zusammenhang scheint diesmal nur mit Verzögerung zuzutreffen: Trotz Aktienbaisse findet keine Flucht in Richtung der Rohstoffe statt. Während vor 12 Monaten die Fonds in Liquidität schwammen, werden Gelder nun für Bilanzreparaturen benötigt. Die Finanzindustrie, die zuvor für eine Hausse sorgte, ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie Zeit und Geld für Rohstoffe zur Verfügung hätte. Sogar Zucker reagiert nicht. Gold dagegen schon.

Dass eine Rezession mit schwacher Nachfrage droht, ist in Wirtschaftskrisen selbstverständlich. Auch das spielt an den Märkten eine kursdrückende Rolle.

So wirr die Lage insgesamt ist, sieht sie auch im Detail aus. Ethanol-Hersteller, die eigentlich von sinkenden Rohstoffkosten profitieren müssten, gerieten in den vergangenen Tagen unter Druck.

http://finance.yahoo.com/q?s=VSE

http://finance.yahoo.com/q?s=avr

Sie hatten wie die Sojakomplex-Redaktion anhaltend steigende Kurse erwartet und sicherten die Lieferverträge ab. Der erwartete Gewinn blieb aus, weil die Kurse gedrückt blieben. So entstanden Verluste. Auch solche Schieflagen dürfte den Druck auf die Kurse verstärken.

In der Vergangenheit reagierten die Rohstoffindikatoren während Paniksituationen mit Kaufsignalen. Das bleibt abzuwarten. Die nächsten zwei bis drei Tage müssen zeigen, wie weit die Rohstoffmärkte von einer Bodenbildung tatsächlich entfernt liegen.

Vom Aktienmarkt liegen bereits Kaufsignale vor (Panikverkäufe, Kapitulation mit hoher Marktbreite). Das sollte kurz-, mittel- und langfristig stabilisieren.

Limit Down im Sojakomplex

Und nicht nur Agrarprodukte wurden schwer gedrückt sondern auch oder gerade die Finanzwerte – Nasdaq und Dax rollen um die 7 % bis 8 % in den Keller – das sind Abschläge, die man nicht so oft erlebt. Vorallem ist es bemerkenswert, dass es keinen Gewinner gibt. Alles wird verkauft von Erdöl bis Weizen und von Allianz bis Hypo Real Estat, sogar die CSU fällt auf 43 %.

Eigentlich eine saubere Bereinigung und in normalen Zeiten ein Kaufsignal der Extraklasse. Aber wir haben keine normalen Zeiten, Marc Faber nennt es Krieg. Naja, nicht ganz so schlimm, aber es könnte noch richtig schlimm werden. Es sollten gerade am heutigen Tag der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael ein paar Stoßgebete Richtung Himmel geschickt werden, damit unser Finanzsystem nicht kollabiert. So gute Chancen, dass unsere vorzeige Finanzwelt den Bach runter geht gab es noch nie und mit ihr die ganzen nass gekämmten Experten und Aktienprofis. Meine Sparkasse verteilt bereits Zetteln auf denen steht ” Ihre Einlage ist bei uns sicher ” und je mehr Zetteln verteilt werden, desto nervöser werde ich. Wer glaubt heute noch einem Bänker ? Heute wissen wir, ein Bänker ist auch nur ein Verkäufer und kein Gutmensch der durch höhere Weihen berufen ist dem Kontoinhaber etwas gutes zu tun. Er will das beste vom Kunden, sein Bargeld.

Es herrscht Deflation im Rohstoffmarkt und an die Rohstoff-Hausse denkt heute schon keiner mehr. Überhaupt gibt es keine rationellen Gründe hier und heute Rohstoffe zu kaufen – es überwiegen die Angstfaktoren zu früh zu kaufen und mit dieser Last leben zu müssen.

Sicher wird man nicht alles kaufen dürfen und wenn man kauft, dann mit ruhiger Hand. Möglicherweise bringen Marktbereinigungen wie die heutige Börsensitzung in Bälde mehr Indikatorbewegung und damit handelbare Signale.

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Gemischte Schlusskurse innerhalb des Sojakomplex

Es ist zwar nicht viel passiert an den letzten Handelstagen, trotzdem tendierten die Kurse für Soja in der Wochenbilanz nach unten. Auch heute sah man bei Sojaschrot ein Minus von rund 4 Dollar per short Tonne und auch im täglichen Geschäft ist überall die misstrauische Verunsicherung zu spüren. Die Käufer trauen sich nicht die fehlende Deckung für die kommenden Wochen einzukaufen.

Erst waren es die Verwerfungen durch die Finanzkrise die alle Märkte und vorallem auch die Rohstoffbörsen ordentlich gebeutelt haben und jetzt fürchtet man reduzierte Bedarfsmengen aufgrund einer drohenden Weltwirtschaftskrise.

Dieses Jahr sollte es noch einmal gelingen unser Finanzsystem vor dem völlligem Kolaps zu retten und möglichst dem kleinen Mann wieder für einige Monate die Story “von alles wird gut” zu verklickern. Nächstes Jahr im Oktober könnten derweil wieder die Alarmsirenen heulen und ob es dann noch mal ein Rettungspacket geben kann ist äußerst fraglich.

Es könnte eine Trendwende geben wenn am 10. Okt. die neuen Erntestatistiken vom USDA veröffentlicht werden. Einige Insider glauben zu wissen, dass man bullische Zahlen hören wird und das Ernteangebot wird dabei niedriger geschätzt als noch im September. Lediglich beim Sojaöl ist man skeptisch, nachdem die Tanks randvoll sind und es mittlerweile echte Absatzschwierigkeiten für Pflanzenöle gibt.

Mir persönlich wäre es am liebsten, wenn der Sojakomplex noch einmal richtig ausverkauft werden würde – sagen wir zwei Handelstage hintereinander limit down :) – dann kaufen können und zurücklehnen wenn die Märkte zu steigen beginnen. Noch ist alles etwas impulslos – auch die Kapitalkräftigen halten sich im Sojakomplex zurück. Möglicherweise ist die bilanzielle Lückenschliesslung noch nicht ganz abgeschlossen und so könnte es sein, dass einige schwere Jungs erst nach und nach an die Märkte zurückkehren – hoffentlich haben die nicht alles Geld bei Lehmann Brothers verbrannt.

Fossile Energien mit teilweise kräftigen Kaufsignalen

Unverändertes Bild: Die Trend Prognose Indikatoren für Energierohstoffe zeigen weiterhin aufwärts, z.B.

Brent Oil
http://www.sojakomplex.de/weltweit/brent.html

Heizöl
http://www.sojakomplex.de/weltweit/heizoel.html

Erdgas
http://www.sojakomplex.de/weltweit/erdgas.html

Bei den nachwachsenden Energien scheint diese Entwicklung noch nicht angekommen zu sein. Allerdings rechnen wir unverändert damit, dass die fossilen Brennstoffe vorauslaufen und Mais, Weizen, Sojabohnen & Co folgen – eine Erfahrung aus der Vergangenheit (z.B. Bericht vom 18.02.2008).

Offen ist allerdings, weshalb die Preise steigen können. Fundamentale Gründe sind vorerst unklar. Möglich ist, dass mit einer Entspannung an den Finanzmärkten mehr Kapital für Rohstoffe zur Verfügung steht.

Long Positionen bleiben bestehen

Wegen anhaltend aufwärts zeigender Energie-Indikatoren bleiben Sojabohnen- und Sojaschrot-Long Positionen haltenswert.

Die Aufwärtsbewegung im Agrarbereich könnte – wie bisher schon regelmäßig beobachtet – von Brent Oil & Co gestützt werden.

Sojaöl könnte dabei den anderen Sojasegmenten nach oben vorauslaufen. Sojaöl steigt, Schrot und Bohnen folgen nach dem Rotationsprinzip

Neuer Schub im Energiemarkt

Rohstoffe zogen heute auf breiter Front an, wobei insbesondere das Energiesegment zwischen 1 und rund 4 Prozent zulegte.

Was sich an den Vortagen aufgrund der Trendindikatoren abzeichnete (Kommentar vom 16.09.2008), stellte sich im Nachherein als Kaufsignal heraus.

Der Sojakomplex reagierte uneinheitlich: Während Öl und Bohnen zulegten, blieb Schrot nur knapp behauptet. Das ist für die aktuell gehaltenen Long-Positionen eine aussichtsreiche Entwicklung: Denn sollte sich die Geschichte vom Frühjahr nur halbwegs wiederholen, dürften die Energiemärkte den Agrar-Rohstoffen wieder nach oben vorauslaufen.

Allerdings dürfte es weniger aggressive Kurssteigerungen geben als im Frühjahr: Finanzhäuser können nach dem Crash nur noch mit angezogener Handbremse agieren.

Die Märkte haben tief Luft geholt – eine Vorbereitung auf den möglichen Turnaround. Wichtig dabei – und das wird in den nächsten Tagen zu beobachten sein: Die Umsätze sollten für eine stetige Aufwärtsbewegung niedrig bleiben. Denn was sich z.B. bei Gold und Silber abspielte, ist aufgrund der Markttechnik eher negativ: Hohe Umsätze zeigen, dass etliche Spekulanten den steigenden Kursen hinterher liefen und jetzt auf ihren Positionen sitzen.

Der Edelmetallmarkt ist überhitzt. Eine längere Konsolidierung ist wahrscheinlicher als eine schnelle Fortsetzung der Rallye. Aber Anleger, die sich in den Bereichen engagieren, denken ohnehin in Dekaden. Solch kurzfristige Schwankungen bringen sie nicht aus der Ruhe.

Spannend war es diesmal zu beobachten, wie unser Trend Prognose System reagierte: Der Indikator lief dem Markt nach oben voraus und zeigte dadurch korrekt den Trendwechsel an.

Lauter Nebel und Pulverdampf…

und man sieht die Hand vor Augen nicht. Milliarden Dollars verbrennen stündlich und der Dominoeffekt scheint noch immer nicht gestoppt. Die Notenbanken werfen die Gelddruckmaschinen an und schaufeln das fehlende Geld in abgewirtschaftete Investmentbanken oder kaufen die Bude gleich samt Mann und Maus.

In Amerika wird das Finanzsystem verstaatlicht und wahrscheinlich wird Geldanlage und Spekulation nur noch in Videospielen möglich sein. Finanzkrise gefährdet deutschen Sicherungsfonds – so eine heute erschienen Schlagzeile. Tatsächlich würden die 6 Milliarden die scheinbar fällig werden den Sicherungsfond überstrapazieren, weil der selbige nur 4,6 Milliarden schwer ist. Gut das die Sparkassen per schriftlicher Bestätigung die Guthaben als sicher garantieren. Aber wie sagte Marc Faber, wir haben Krieg, und jeder weiss wie die Fairplay Regeln im Krieg angewandt werden.

Was uns die Bänker hier eingebrokt haben ist kaum zu glauben und ein deutscher Wirtschaftsweise sagte dazu: in guten Zeiten kann sogar ein Schimpanse eine Bank führen.

Möge es noch einmal gelingen das Finanzsystem zu stabilisieren, zu retten ist es ohnehin nicht mehr, um Zeit zu gewinnen bis der nächste Abwärtsschub losgeht. Einige Experten glauben, dass es noch ein paar Jahre dauern wird bis man von einer Bereinigung sprechen kann. Was bis dahin noch alles passieren kann sollte man sich nicht näher ausmalen.

Die USA ist Pleite, Europa sitzt auf eine Rentenzusage die es nie halten kann und hat die Immobilien-Neubewertung noch vor sich, außerdem erwürgt uns irgendwann noch die Demografie. Tolle Aussichten. Hoffen wir es kommt anders und vorallem als man denkt.

Noch zwei Zeilen zu Soja – heute etwas festere Kurse im Sojakomplex und im gesamten Agrarbereich. Auch Erdöl konnte zulegen – und vorallem Gold war heute der Renner mit 60 $/unze Aufschlag.
Es wird sich zwar aus jetziger Sicht am Europreis Soja morgen nicht viel ändern, weil der Euro zulegen konnte, aber es scheint ein wenig die Luft nach unten dünn zu werden und es könnte sich eher eine Stabilisierung ergeben mit anschliessendem leichten Aufwärtsdrang. Das alles ist mit viel könnte und möglicherweise zu formulieren, weil nix genaues weiss man nicht (siehe Kommentar-Anfang).

Sofort nach oben drehen – kann ich mir nicht vorstellen, weil dazu viel zu viel Vertrauen zerdeppert wurde und Spekulanten wie physische Soja – Käufer nur langsam anfangen werden den Markt zu testen und keine Hauruck-Aktionen starten werden. Mal schaun ob die Bodenbildung gelingt.

Lauter Nebel und Pulverdampf…

… und man sieht die Hand vor Augen nicht. Milliarden Dollars verbrennen stündlich und der Dominoeffekt scheint noch immer nicht gestoppt. Die Notenbanken werfen die Gelddruckmaschinen an und schaufeln das fehlende Geld in abgewirtschaftete Investmentbanken oder kaufen die Bude gleich samt Mann und Maus.

In Amerika wird das Finanzsystem verstaatlicht und wahrscheinlich wird Geldanlage und Spekulation nur noch in Videospielen möglich sein. Finanzkrise gefährdet deutschen Sicherungsfonds – so eine heute erschienen Schlagzeile. Tatsächlich würden die 6 Milliarden die scheinbar fällig werden den Sicherungsfond überstrapazieren, weil der selbige nur 4,6 Milliarden schwer ist. Gut das die Sparkassen per schriftlicher Bestätigung die Guthaben als sicher garantieren. Aber wie sagte Marc Faber, wir haben Krieg, und jeder weiss wie die Fairplay Regeln im Krieg angewandt werden.

Was uns die Bänker hier eingebrokt haben ist kaum zu glauben und ein deutscher Wirtschaftsweise sagte dazu: in guten Zeiten kann sogar ein Schimpanse eine Bank führen.
Möge es noch einmal gelingen das Finanzsystem zu stabilisieren, zu retten ist es ohnehin nicht mehr, um Zeit zu gewinnen bis der nächste Abwärtsschub losgeht. Einige Experten glauben, dass es noch ein paar Jahre dauern wird bis man von einer Bereinigung sprechen kann. Was bis dahin noch alles passieren kann sollte man sich nicht näher ausmalen.
Die USA ist Pleite, Europa sitzt auf eine Rentenzusage die es nie halten kann und hat die Immobilien-Neubewertung noch vor sich, außerdem erwürgt uns irgendwann noch die Demografie. Tolle Aussichten. Hoffen wir es kommt anders und vorallem als man denkt.
Noch zwei Zeilen zu Soja – heute etwas festere Kurse im Sojakomplex und im gesamten Agrarbereich. Auch Erdöl konnte zulegen – und vorallem Gold war heute der Renner mit 60 $/unze Aufschlag.
Es wird sich zwar aus jetziger Sicht am Europreis Soja morgen nicht viel ändern, weil der Euro zulegen konnte, aber es scheint ein wenig die Luft nach unten dünn zu werden und es könnte sich eher eine Stabilisierung ergeben mit anschliessendem leichten Aufwärtsdrang. Das alles ist mit viel könnte und möglicherweise zu formulieren, weil nix genaues weiss man nicht (siehe Kommentar-Anfang).
Sofort nach oben drehen – kann ich mir nicht vorstellen, weil dazu viel zu viel Vertrauen zerdeppert wurde und Spekulanten wie physische Soja – Käufer nur langsam anfangen werden den Markt zu testen und keine Hauruck-Aktionen starten werden. Mal schaun ob die Bodenbildung gelingt.