Archiv für Januar 2009

Mineralölindustrie in Schwierigkeiten

Folgende Kettenreaktion könnte an den Märkten entstehen:

  • Mineralölraffinerien kürzen wegen schwacher Gewinnmargen, bzw. sogar Verlusten die Produktion von Kraftstoffen. Niedrige Gehälter führen zu Streiks. Kleineren Raffinerien droht die Insolvenz.
  • In einer ersten Reaktion klettern die Preise von Diesel, Benzin & Co.
  • Die Rohöl-Lager quellen über, was die Preise unter Druck setzt.
  • Schwache Ölpreise sorgen dafür, dass die Förderung gedrosselt wird, und neue Quellen nicht erschlossen werden. Das führt, nachdem die Lager abgebaut sind, zu einer Verknappung von Rohöl.
  • Die Preise von Diesel, Benzin & Co steigen weiter.

So ist es möglich, dass mit einem harmlos beginnenden Streik um Lohnforderungen ein neuer Aufwärtstrend gesetzt wird. Die heftigen Ausschläge der Kapitalflussindikatoren bei fossilen Energien in den vergangenen Wochen wären dann der Auftakt für nachhaltig steigende Preise im Energiesektor. Mineralöl könnte den Trend setzen, landwirtschaftliche Energieträger könnten folgen.

Von der wirtschaftlichen Stabilität der Mineralöl-Raffinerien hängt es ab, welche Auswirkungen der Streik und die Produktionskürzungen haben werden. Die Großen der Branche, z.B. Chevron halten ihre Investitionen aufrecht. ABER: ConoccoPhillips kündigte bereits bei einer Kapazitätsauslastung von 80 Prozent Wartungsarbeiten an. Im Bereich von 70 – 75 Prozent Auslastung (Valeo Energy, größter Raffineriebetreiber) beginnt die Unwirtschaftlichkeit.

Der niedrige Ölpreis und Finanzierungsschwierigkeiten gefährden Investitionen, schrieb das Handelsblatt bereits im Oktober 2008. Seitdem dürfte sich die Situation weiter verschlechtert haben.

Die FAZ schreibt dazu im Dezember 2008:

Eine Quelle für unwillkommene Überraschungen haben Fachleute bereits ausgemacht. Es sind die niedrigen Margen der Raffinerien bei der Verarbeitung von Rohöl. Schon seit einiger Zeit wird über Verluste beim Absatz von Benzin berichtet, die bisher noch durch Gewinne bei anderen Nachprodukten aufgefangen worden seien.

Es könne aber durchaus sein, dass auch die Margen beim Absatz dieser Nachprodukte wegen konjunkturell bedingt schwindender Nachfrage und zunehmenden Konkurrenzdrucks schrumpfen, heißt es. Daher sei ein weiterer Rückgang der Kapazitätsauslastung bei den Raffinerien möglich, was einerseits geringeres Angebot an Ölprodukten erwarten und andererseits geringere Nachfrage nach Rohöl bedeuten würde.

Experten geben in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass die Kosten der Raffinerien bei geringer werdender Kapazitätsauslastung überproportional steigen. Für die Zukunft ist das Entscheidende an diesem Prozess, dass Investitionen in Raffinerien nur noch zögernd vorangetrieben oder sogar auf Eis gelegt werden könnten. Dies würde nach dem Ende des laufenden konjunkturellen Abschwungs zu gravierenden Engpässen bei der Versorgung mit Nachprodukten führen.

Die Sorge vor Enpässen führt dazu, dass einige Marktteilnehmer die niedrigen Preise nutzen. Vergleichen Sie die aktuellen Ausschläge der Kapitalflussindikatoren verschiedener Rohstoffe, z.B. LSC Oil, Brent, Benzin mit den vergangenen 12 Monaten und mit anderen Rohstoffen, z.B. Kupfer. Es fällt auf, dass im Mineralöl-Sektor seit einigen Wochen reichliche Turbulenzen stattfinden.

Nur bei Benzin fand ein kontinuierlicher Kapitalzufluss statt. Hier sind sich die Marktteilnehmer offenbar sicher, dass die Notierungen weiter zulegen – im Gegensatz zu Bauholz, bei dem sie anhaltend fallende Kurse erwarten. Offenbar ist die Leidensfähikeit in der Holzbranche größer als in der (von guten Zeiten verwöhnten) Mineralölindustrie.

Bei Sojabohnen hatten wir eine andere These aufgestellt: Dort sollte der Kapitalzufluss zu einer Bullenfalle führen.

In den Charts sehen Sie den Unterschied:

Folgende Thesen lassen sich aus den unterschiedlichen Indikatorentwicklungen ableiten:

Bei Sojabohnen war zuerst die Stimmung prächtig, dann folgte das Kapital.

Bei RBOB Gasoline fand eine gleichmäßige Entwicklung statt, in der Kapital in den Markt floss und sich dadurch gleichzeitig die Stimmung verbesserte.

Das könnten die ausschlaggebenden Argumente sein: Sojabohnen stoßen an die Decke, weil hier mit der Stimmung der Marktteilnehmer “gespielt” wurde, während am Mineralölmarkt handfeste wirtschaftliche Entwicklungen für steigende Kurse sorgten.

Das werden wir weiter beobachten und die Erkenntnisse daraus auf andere Rohstoffe übertragen. Trifft die These zu, könnten z.B. Mais und Weizen davon profitieren. Denn dort gab es im Dezember auch einen gleichzeitigen Anstieg von Stimmung und Kapitalzuflüssen.

Mineralölindustrie in Schwierigkeiten

Folgende Kettenreaktion könnte an den Märkten entstehen:

  • Mineralölraffinerien kürzen wegen schwacher Gewinnmargen, bzw. sogar Verlusten die Produktion von Kraftstoffen. Niedrige Gehälter führen zu Streiks. Kleineren Raffinerien droht die Insolvenz.
  • In einer ersten Reaktion klettern die Preise von Diesel, Benzin & Co.
  • Die Rohöl-Lager quellen über, was die Preise unter Druck setzt.
  • Schwache Ölpreise sorgen dafür, dass die Förderung gedrosselt wird, und neue Quellen nicht erschlossen werden. Das führt, nachdem die Lager abgebaut sind, zu einer Verknappung von Rohöl.
  • Die Preise von Diesel, Benzin & Co steigen weiter.

So ist es möglich, dass mit einem harmlos beginnenden Streik um Lohnforderungen ein neuer Aufwärtstrend gesetzt wird. Die heftigen Ausschläge der Kapitalflussindikatoren bei fossilen Energien in den vergangenen Wochen wären dann der Auftakt für nachhaltig steigende Preise im Energiesektor. Mineralöl könnte den Trend setzen, landwirtschaftliche Energieträger könnten folgen.

Von der wirtschaftlichen Stabilität der Mineralöl-Raffinerien hängt es ab, welche Auswirkungen der Streik und die Produktionskürzungen haben werden. Die Großen der Branche, z.B. Chevron halten ihre Investitionen aufrecht. ABER: ConoccoPhillips kündigte bereits bei einer Kapazitätsauslastung von 80 Prozent Wartungsarbeiten an. Im Bereich von 70 – 75 Prozent Auslastung (Valeo Energy, größter Raffineriebetreiber) beginnt die Unwirtschaftlichkeit.

Der niedrige Ölpreis und Finanzierungsschwierigkeiten gefährden Investitionen, schrieb das Handelsblatt bereits im Oktober 2008. Seitdem dürfte sich die Situation weiter verschlechtert haben.

Die FAZ schreibt dazu im Dezember 2008:

Eine Quelle für unwillkommene Überraschungen haben Fachleute bereits ausgemacht. Es sind die niedrigen Margen der Raffinerien bei der Verarbeitung von Rohöl. Schon seit einiger Zeit wird über Verluste beim Absatz von Benzin berichtet, die bisher noch durch Gewinne bei anderen Nachprodukten aufgefangen worden seien.

Es könne aber durchaus sein, dass auch die Margen beim Absatz dieser Nachprodukte wegen konjunkturell bedingt schwindender Nachfrage und zunehmenden Konkurrenzdrucks schrumpfen, heißt es. Daher sei ein weiterer Rückgang der Kapazitätsauslastung bei den Raffinerien möglich, was einerseits geringeres Angebot an Ölprodukten erwarten und andererseits geringere Nachfrage nach Rohöl bedeuten würde.

Experten geben in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass die Kosten der Raffinerien bei geringer werdender Kapazitätsauslastung überproportional steigen. Für die Zukunft ist das Entscheidende an diesem Prozess, dass Investitionen in Raffinerien nur noch zögernd vorangetrieben oder sogar auf Eis gelegt werden könnten. Dies würde nach dem Ende des laufenden konjunkturellen Abschwungs zu gravierenden Engpässen bei der Versorgung mit Nachprodukten führen.

Die Sorge vor Enpässen führt dazu, dass einige Marktteilnehmer die niedrigen Preise nutzen. Vergleichen Sie die aktuellen Ausschläge der Kapitalflussindikatoren verschiedener Rohstoffe, z.B. LSC Oil, Brent, Benzin mit den vergangenen 12 Monaten und mit anderen Rohstoffen, z.B. Kupfer. Es fällt auf, dass im Mineralöl-Sektor seit einigen Wochen reichliche Turbulenzen stattfinden.

Nur bei Benzin fand ein kontinuierlicher Kapitalzufluss statt. Hier sind sich die Marktteilnehmer offenbar sicher, dass die Notierungen weiter zulegen – im Gegensatz zu Bauholz, bei dem sie anhaltend fallende Kurse erwarten. Offenbar ist die Leidensfähikeit in der Holzbranche größer als in der (von guten Zeiten verwöhnten) Mineralölindustrie.

Bei Sojabohnen hatten wir eine andere These aufgestellt: Dort sollte der Kapitalzufluss zu einer Bullenfalle führen.

In den Charts sehen Sie den Unterschied:

Folgende Thesen lassen sich aus den unterschiedlichen Indikatorentwicklungen ableiten:

Bei Sojabohnen war zuerst die Stimmung prächtig, dann folgte das Kapital.

Bei RBOB Gasoline fand eine gleichmäßige Entwicklung statt, in der Kapital in den Markt floss und sich dadurch gleichzeitig die Stimmung verbesserte.

Das könnten die ausschlaggebenden Argumente sein: Sojabohnen stoßen an die Decke, weil hier mit der Stimmung der Marktteilnehmer “gespielt” wurde, während am Mineralölmarkt handfeste wirtschaftliche Entwicklungen für steigende Kurse sorgten.

Das werden wir weiter beobachten und die Erkenntnisse daraus auf andere Rohstoffe übertragen. Trifft die These zu, könnten z.B. Mais und Weizen davon profitieren. Denn dort gab es im Dezember auch einen gleichzeitigen Anstieg von Stimmung und Kapitalzuflüssen.

LONG bei Benzin Mai-Kontrakt zu 1.3455

http://futuresource.quote.com/quotes/quotes.jsp?s=XRB

In den vergangenen Wochen pendelten die Kapitalfluss- und Stimmungsindikatoren heftig auf- und abwärts. Auf den Kapitalzufluss im Dezember folgten Aufwärtsbewegungen, z.B. bei

Kafee, Kakao, Rohstoffe mit Kapitalabfluss litten unter Rückschlägen, z.B. Reis, Milch, Schweinebäuche, Bauholz.

Andere Rohstoffe überraschten in den vergangenen Tagen, z.B. Sojabohnen, Sojaschrot, Diesel und Benzin. Hier zeigen die Indikatoren einen Kapitalzufluss, der auf eine bevorstehende Verknappung hinweist. Jedenfalls vermuten die Käufer, dass das Angebot künftig kleiner sein wird als der Verbrauch und positionieren sich LONG.

Insbesondere Benzin fällt mit seiner herausragenden Indikatorbewegung auf. Hier könnte sich nach langer Talfahrt ein Turnaround anbahnen. Deshalb stellen wir die These auf, dass der Kapitalzufluss ein Kaufsignal zeigt. So könnten sich die Indikatoren eines Rohstoffs entwickeln, wenn aufgrund der Wirtschaftskrise die Produktion ausfällt und ein gefragtes Gut knapp wird.

Beim Sojakomplex gehen wir weiterhin davon aus, dass der Kapitalzufluss mit der guten Pressearbeit der argentinischen Händler begründet werden kann (siehe Berichte in den vergangenen Tagen). Hier ist es kaum vorstellbar, dass angesichts schwacher Nachfrage eine Verknappung entsteht. Der Kapitalzufluss wäre dann eine Bärenfalle für Optimisten.

LONG bei Benzin Mai-Kontrakt zu 1.3455

http://futuresource.quote.com/quotes/quotes.jsp?s=XRB

In den vergangenen Wochen pendelten die Kapitalfluss- und Stimmungsindikatoren heftig auf- und abwärts. Auf den Kapitalzufluss im Dezember folgten Aufwärtsbewegungen, z.B. bei

Kafee, Kakao, Rohstoffe mit Kapitalabfluss litten unter Rückschlägen, z.B. Reis, Milch, Schweinebäuche, Bauholz.

Andere Rohstoffe überraschten in den vergangenen Tagen, z.B. Sojabohnen, Sojaschrot, Diesel und Benzin. Hier zeigen die Indikatoren einen Kapitalzufluss, der auf eine bevorstehende Verknappung hinweist. Jedenfalls vermuten die Käufer, dass das Angebot künftig kleiner sein wird als der Verbrauch und positionieren sich LONG.

Insbesondere Benzin fällt mit seiner herausragenden Indikatorbewegung auf. Hier könnte sich nach langer Talfahrt ein Turnaround anbahnen. Deshalb stellen wir die These auf, dass der Kapitalzufluss ein Kaufsignal zeigt. So könnten sich die Indikatoren eines Rohstoffs entwickeln, wenn aufgrund der Wirtschaftskrise die Produktion ausfällt und ein gefragtes Gut knapp wird.

Beim Sojakomplex gehen wir weiterhin davon aus, dass der Kapitalzufluss mit der guten Pressearbeit der argentinischen Händler begründet werden kann (siehe Berichte in den vergangenen Tagen). Hier ist es kaum vorstellbar, dass angesichts schwacher Nachfrage eine Verknappung entsteht. Der Kapitalzufluss wäre dann eine Bärenfalle für Optimisten.

Anfängliche Verluste – schlussendliche Gewinne

Die Sojafutures drehten nach anfänglichen Verlusten wieder ins Plus. Gründe werden dazu mehrere genannt. Da wäre die Wettervorhersage in der man von weniger Regen für die zentralen arg. Anbaugebiete spricht und die gestern bereits angesprochenen freundlichen Aktienmärkte. Die Bewegungen waren allerdings überschaubar und die Ausschläge moderat.

Argentinien bietet ausser der Trockenheit noch einige andere preisstabilisierende Faktoren, wie z.B. die bekannte Streikbereitschaft die trotz Hilfsmaßnahmen der Regierung wahrscheinlich nicht abgenommen hat weil der Ärger über die Exportabgabe bei den dortigen Bauernverbänden quer im Magen liegt. Diese Region wird uns also mit aktuellen Lageberichten noch eine schöne Zeit begleiten und von dort wird der Markt mit bullishen Nachrichten versorgt.

Bäriger wird die Nachrichtenlage aus Nordamerika im Bezug auf die erwartete hohe Aussaatfläche für Sojabohnen. Einige Experten lassen sich von der Ertragsmeldung aus Argentinien nicht besonders beeindrucken und rechnen unter dem Strich mit einem großzügigem Angebot Sojabohnen und glauben deshalb auch nicht an steigende Sojakurse sondern erwarten für das Frühjahr deutliches Abwärtspotenzial.

Downtrend, ja glaube ich auch und lassen auch unsere Indikatoren erwarten, entsprechende Verkaufssignale gabe es ja bereits und ein weiteres kündigt sich an. Aber, der physische Markt ist miserabel gedeckt und so freuen sich die Ölmühlen über die stetige Nachfrage und halten ihre Kalkulation für völlig gerechtfertigt, d.h. Minusbörsen werden nicht berücksichtigt und Plusbörsen werden samt Währungsveränderung vollständig eingepreist.

Es scheint also für die kommenden Wochen eher unwahrscheinlich, dass der Marktpreis einknickt – vorne kann der Verkäufer zu komfortabel agieren und somit müssen sich die Bullenvorteile erst abbauen um die Rutschpartie anlaufen zu lassen. Es bleibt aber dabei, dass die nächste Bewegung abwärts verlaufen sollte.

Anfängliche Verluste – schlussendliche Gewinne

Die Sojafutures drehten nach anfänglichen Verlusten wieder ins Plus. Gründe werden dazu mehrere genannt. Da wäre die Wettervorhersage in der man von weniger Regen für die zentralen arg. Anbaugebiete spricht und die gestern bereits angesprochenen freundlichen Aktienmärkte. Die Bewegungen waren allerdings überschaubar und die Ausschläge moderat.

Argentinien bietet ausser der Trockenheit noch einige andere preisstabilisierende Faktoren, wie z.B. die bekannte Streikbereitschaft die trotz Hilfsmaßnahmen der Regierung wahrscheinlich nicht abgenommen hat weil der Ärger über die Exportabgabe bei den dortigen Bauernverbänden quer im Magen liegt. Diese Region wird uns also mit aktuellen Lageberichten noch eine schöne Zeit begleiten und von dort wird der Markt mit bullishen Nachrichten versorgt.

Bäriger wird die Nachrichtenlage aus Nordamerika im Bezug auf die erwartete hohe Aussaatfläche für Sojabohnen. Einige Experten lassen sich von der Ertragsmeldung aus Argentinien nicht besonders beeindrucken und rechnen unter dem Strich mit einem großzügigem Angebot Sojabohnen und glauben deshalb auch nicht an steigende Sojakurse sondern erwarten für das Frühjahr deutliches Abwärtspotenzial.

Downtrend, ja glaube ich auch und lassen auch unsere Indikatoren erwarten, entsprechende Verkaufssignale gabe es ja bereits und ein weiteres kündigt sich an. Aber, der physische Markt ist miserabel gedeckt und so freuen sich die Ölmühlen über die stetige Nachfrage und halten ihre Kalkulation für völlig gerechtfertigt, d.h. Minusbörsen werden nicht berücksichtigt und Plusbörsen werden samt Währungsveränderung vollständig eingepreist.

Es scheint also für die kommenden Wochen eher unwahrscheinlich, dass der Marktpreis einknickt – vorne kann der Verkäufer zu komfortabel agieren und somit müssen sich die Bullenvorteile erst abbauen um die Rutschpartie anlaufen zu lassen. Es bleibt aber dabei, dass die nächste Bewegung abwärts verlaufen sollte.

Kurvendeuter und Regenmacher

Die Kurse an der Cbot sind deshalb gefallen weil irgendwelche gleitende Durchschnittslinien (20-tägige und 100-tägige Linien) durchbrochen worden sind und weil es Regen geben soll in Südamerika. Wobei der Kurvengläubige auf der Richtigkeit seiner Theorie besteht und der Regenbeobachter natürlich sicher weiss, dass ausschliesslich das Wetter immer der Grund für die vergangenen Veränderungen ist.

Auf jeden Fall wurde in der Summe verkauft und auch unsere Indikatoren zeigen massiven Kapitalabzug – jetzt wo wir die Aktienmärkte mit dicken Aufschlägen sehen, wissen wir auch wohin das Geld gewandert ist. Also habe ich eher den Eindruck das Charttechnik und Wetterkarte die bemühten Erklärungen sind für die Cbot-Entwicklung. Weiter gedacht könnte die Finanzmarktentwicklung natürlich in einigen Tagen zu der üblichen Logik führen, dass eine positivere gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch eine entsprechende Sojanachfrage generieren wird. Die Idee einer Bad Bank, also eine Bank die jeden Schrott in Form von faulen Krediten und verlustigen Depotpositonen auf staatliche Verlustübernahme-Garantie aufnimmt, ist schon sensationell. Möglicherweise überlegen jetzt bereits sämtliche Agrarhändler welche miesen Kontrakte man der neuen Staatsbank offerieren will. :)

Sollte diese Bad Bank in USA und später in Europa Wirklichkeit werden, scheint eine spätere Währungsreform unausweichlich und eine völkerverbindende Euro-Dollar-Währung als sicher. Nebenbei erwähnt ist es ein Schlag ins Gesicht eines jeden Normalbürgers wenn man der naßgekämmten Bänkerbande, die hirnlos und risikoverachtend Milliarden verbrannt hat und heute werden wie im Falle Commerzbank den gleichen Leuten der Job erhalten mit entsprechender monatlicher Vergütung. Das unsere Politiker auch noch auf Dividende und Stimmrecht verzichten, lässt nur einen Schluss zu, unsere Volksvertreter haben vergessen einmal versprochen zu haben, Schaden vom Deutschen Volke abzuhalten.

Zurück zum Soja: Die starke negative Divergenz von Kurs zu Kapitalbewegung ist ein Verkaufssignal – schön wäre, wenn diese Entwicklung 1. nicht so stark auf einmal und 2. stetig weiterlaufen würde. Punkt 1 ist nicht zu ändern und Punkt 2 muss man beobachten. Zuviele Eintagsfliegen schwirren umher, deshalb ist es riskant zu schnell zu springen – weiterhin herrscht Unsicherheit.

Kurvendeuter und Regenmacher

Die Kurse an der Cbot sind deshalb gefallen weil irgendwelche gleitende Durchschnittslinien (20-tägige und 100-tägige Linien) durchbrochen worden sind und weil es Regen geben soll in Südamerika. Wobei der Kurvengläubige auf der Richtigkeit seiner Theorie besteht und der Regenbeobachter natürlich sicher weiss, dass ausschliesslich das Wetter immer der Grund für die vergangenen Veränderungen ist.

Auf jeden Fall wurde in der Summe verkauft und auch unsere Indikatoren zeigen massiven Kapitalabzug – jetzt wo wir die Aktienmärkte mit dicken Aufschlägen sehen, wissen wir auch wohin das Geld gewandert ist. Also habe ich eher den Eindruck das Charttechnik und Wetterkarte die bemühten Erklärungen sind für die Cbot-Entwicklung. Weiter gedacht könnte die Finanzmarktentwicklung natürlich in einigen Tagen zu der üblichen Logik führen, dass eine positivere gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch eine entsprechende Sojanachfrage generieren wird. Die Idee einer Bad Bank, also eine Bank die jeden Schrott in Form von faulen Krediten und verlustigen Depotpositonen auf staatliche Verlustübernahme-Garantie aufnimmt, ist schon sensationell. Möglicherweise überlegen jetzt bereits sämtliche Agrarhändler welche miesen Kontrakte man der neuen Staatsbank offerieren will. :)

Sollte diese Bad Bank in USA und später in Europa Wirklichkeit werden, scheint eine spätere Währungsreform unausweichlich und eine völkerverbindende Euro-Dollar-Währung als sicher. Nebenbei erwähnt ist es ein Schlag ins Gesicht eines jeden Normalbürgers wenn man der naßgekämmten Bänkerbande, die hirnlos und risikoverachtend Milliarden verbrannt hat und heute werden wie im Falle Commerzbank den gleichen Leuten der Job erhalten mit entsprechender monatlicher Vergütung. Das unsere Politiker auch noch auf Dividende und Stimmrecht verzichten, lässt nur einen Schluss zu, unsere Volksvertreter haben vergessen einmal versprochen  zu haben, Schaden vom Deutschen Volke abzuhalten.

Zurück zum Soja: Die starke negative Divergenz von Kurs zu Kapitalbewegung ist ein Verkaufssignal – schön wäre, wenn diese Entwicklung 1. nicht so stark auf einmal und 2. stetig weiterlaufen würde. Punkt 1 ist nicht zu ändern und Punkt 2 muss man beobachten. Zuviele Eintagsfliegen schwirren umher, deshalb ist es riskant zu schnell zu springen – weiterhin herrscht Unsicherheit.

Die Nachrichtenlage ist wetterabhängig

Es bleiben die gleichen Überschriften wie auch die vergangenen Tage/Wochen bestehen. Trockenheit in Argentinien samt sehr niedriger Aussaatfläche lassen die Erntevorhersagen stark schrumpfen. Die Cbot reagiert darauf gelassen. Ein solches Zahlenwerk vor einem Jahr vorgelegt und der Sojakomplex wäre durch die Decke geflogen. Es fehlt spürbar an Spekulantenkapital, nur damit wäre eine Stimmungsexplosion zu inszenieren.

Das radikal verkleinerte Angebot aus Argentinien für die bevorstehende Ernte trifft auf eine ebenso trendverfolgende Nachfragereduzierung. Das scheint der Hauptgrund für die schwache Kursreaktion zu sein. Dazu kommt die Erwartung einer stark erhöhten Anbaufläche für Soja in den USA.

Die Preise für Soja liegen deutlich erholt von ihren Tiefs auf hohem Niveau und wie immer stellt sich die Frage ob dieses Niveau trägt und die Basis für weitere Aufschläge ist oder ob sich hier ein oberer Wendepunkt entwickelt mit anschliessender Talfahrt.

Man kann sagen, dass die reine Angebotssituation nur eine begrenzte Trendvorgabe ist und das Augenmerk wesentlich stärker auf der Nachfrageseite liegt. Die Weltwirtschaft lebt in einem noch nie dagewesenen Ausnahmezustand und tatsächlich kann man die weitere Entwicklung überhaupt nicht vorhersagen. Es könnte morgen die Politik eine weitere Wundertüte öffnen, Bilanzregeln aufheben und die Autoindustrie verstaatlichen. Und die Auswirkungen aus diesen Wirrwarr bleiben spekulativ und am besten frägt man dazu einen Katastrophenfilm-Regisseur, der könnte mit seiner Phantasie die kommende Realität am besten beschreiben.

Weil aber die Politik sich unverändert für die Aufrechterhaltung des Lügengebildes entschieden hat, könnte auch eine Zwischendurch-Erholung an den Finanzmärkten das Schreckgespenst Nachfrageeinbruch verscheuchen und in einer Euphorie-Spitze enden. Am Ende wird die Realität gnadenlos zurückschlagen und die heute erst angedeuteten Schmerzen werden flächendeckend zunehmen.

Es ist klar, wohin sich der Verbrauch entwickelt wenn Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit epidemisch werden und dieser Bedarfsknick wird die Sojakurse fallen lassen – kann bald sein muss aber nicht.

Die Indikatoren sind nicht eindeutig genug um jetzt schon ein klares Handelssignal ableiten zu können. Es bleibt die tägliche Beobachtung um die nächste Einstiegsgelegenheit zu finde.

Die Nachrichtenlage ist wetterabhängig

Es bleiben die gleichen Überschriften wie auch die vergangenen Tage/Wochen bestehen. Trockenheit in Argentinien samt sehr niedriger Aussaatfläche lassen die Erntevorhersagen stark schrumpfen. Die Cbot reagiert darauf gelassen. Ein solches Zahlenwerk vor einem Jahr vorgelegt und der Sojakomplex wäre durch die Decke geflogen. Es fehlt spürbar an Spekulantenkapital, nur damit wäre eine Stimmungsexplosion zu inszenieren.

Das radikal verkleinerte Angebot aus Argentinien für die bevorstehende Ernte trifft auf eine ebenso trendverfolgende Nachfragereduzierung. Das scheint der Hauptgrund für die schwache Kursreaktion zu sein. Dazu kommt die Erwartung einer stark erhöhten Anbaufläche für Soja in den USA.

Die Preise für Soja liegen deutlich erholt von ihren Tiefs auf hohem Niveau und wie immer stellt sich die Frage ob dieses Niveau trägt und die Basis für weitere Aufschläge ist oder ob sich hier ein oberer Wendepunkt entwickelt mit anschliessender Talfahrt.

Man kann sagen, dass die reine Angebotssituation nur eine begrenzte Trendvorgabe ist und das Augenmerk wesentlich stärker auf der Nachfrageseite liegt. Die Weltwirtschaft lebt in einem noch nie dagewesenen Ausnahmezustand und tatsächlich kann man die weitere Entwicklung überhaupt nicht vorhersagen. Es könnte morgen die Politik eine weitere Wundertüte öffnen, Bilanzregeln aufheben und die Autoindustrie verstaatlichen. Und die Auswirkungen aus diesen Wirrwarr bleiben spekulativ und am besten frägt man dazu einen Katastrophenfilm-Regisseur, der könnte mit seiner Phantasie die kommende Realität am besten beschreiben.

Weil aber die Politik sich unverändert für die Aufrechterhaltung des Lügengebildes entschieden hat, könnte auch eine Zwischendurch-Erholung an den Finanzmärkten das Schreckgespenst Nachfrageeinbruch verscheuchen und in einer Euphorie-Spitze enden. Am Ende wird die Realität gnadenlos zurückschlagen und die heute erst angedeuteten Schmerzen werden flächendeckend zunehmen.

Es ist klar, wohin sich der Verbrauch entwickelt wenn Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit epidemisch werden und dieser Bedarfsknick wird die Sojakurse fallen lassen – kann bald sein muss aber nicht.

Die Indikatoren sind nicht eindeutig genug um jetzt schon ein klares Handelssignal ableiten zu können. Es bleibt die tägliche Beobachtung um die nächste Einstiegsgelegenheit zu finde.