Nach dem Schlussgong
23. Juni 2008 von Markus Gruber | kein Kommentar
Nur die späten Termine Sojaschrot konnten mit leichten Zugewinnen die heutige Börsensitzung beenden. Sojaöl mit knapp einem Prozent schwächer und die Sojabohnen durchgängig leichter aber im vorderen Bereich wie das Öl mit etwa einem Prozent und dagegen in den hinteren Handelsmonaten mit weniger starken Verlusten.
Am Indikator für den Sojakomplex hat sich nix geändert, es bleibt immer noch eine schwache Prognose stehen.
Wie sich unser Handelssystem anstellt wenn vermehrt schwächere Tage gehandelt werden, wird man abwarten müssen und für uns ist das wirklich sehr spannend. Weil es ja schon so lange keine Kaufsignale gegeben hat und gleichzeitig aber der Markt angezogen ist. Somit lässt die Marktentwicklung, legt man unsere Indikatorsystem dadrüber, nur den Schluss zu, dass es eine längere Korrektur geben wird und wir noch einen ganz weiten Weg vor uns haben.
Sofort beginnt man an diesem blöden Trendpfeil zu zweifeln, weil die Fundamentals so übermächtig erscheinen. Angefangen mit der Streikwelle und die Umschwemmung und nur Fotos von bis aufs Dach abgesoffene Farmen und oft schaut nur noch das hohe Getreidesilo aus den Fluten raus – und in diesem Umfeld glauben wir an fallende Kurse – wir müssen verrückt sein.
Oder ist es eine schon öfters erlebte Yankee-Medienkampagne und die Schäden relativieren sich in Bälde und das wissen einige gut Informierte und positionieren sich unverbesserlich auf der short-Seite. Wenn wir uns verspekulieren sollten, dann können wir wenigstens beruhigt sagen, einige kapitalkräftige Jungs hat es auch erwischt. Ein schwacher Trost, aber die Profi-Orders die wir ja letztlich im Ozean der Börse rausfischen, waren bisher gute und verlässliche Trendanzeiger. Es sind bisher immer die kleinen Spekulanten die von den Großen gegrillt werden.
Wenn es dieses Mal anders laufen sollte, wäre das schon was besonderes, vielleicht nicht einzigartig aber sehr sehr selten – dieses Risiko gehen wir mit und bleiben unverändert positioniert.
Und jetzt muss ich wieder zum Grill, die Familie hat Hunger und ich bin der Griller.